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Packaging-Studie
Nachhaltige Verpackungen dürfen mehr kosten

Über 80 Prozent der Konsument:innen sind einer Studie zufolge bereit für nachhaltige Verpackungen mehr zu zahlen. Allerdings wollen Verbraucher:innen zukünftig besser informiert werden.

Text: W&V Redaktion

24. März 2021

Über 80 Prozent der Konsument:innen sind einer Studie zufolge bereit für nachhaltige Verpackungen mehr zu zahlen.
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Sustainable Packaging ist zu einem wichtigen Faktor in der Papier- und Verpackungsindustrie geworden, die Wertschätzung ist hoch. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Verbraucher:innen-Befragung von 1001 Konsument:innen in Deutschland zu ihrer Einstellung zu und Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Verpackungen durch die Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners im März 2021.

Überraschend daran ist vor allem die Bereitschaft, auch wesentlich tiefer in die Tasche zu greifen: Denn laut Studie geben nicht nur knapp drei Viertel der Teilnehmer:innen an, Wert auf eine nachhaltige Verpackung zu legen. Die Ergebnisse zeigen auch: 83 Prozent sind bereit, dafür mehr zu zahlen, im Durchschnitt sogar einen Aufpreis von 6,5 Prozent. Eine Verpackung ist für die Konsument:innen vor allem dann nachhaltig, wenn sie biologisch abbaubar ist und aus recycelten oder recycelbaren Materialien besteht.

Auf die Frage nach den nachhaltigsten Verpackungsmaterialien stechen vor allem Papier/Pappe (70 Prozent) sowie Glas (62 Prozent) heraus. Getränkekartons, Plastik und Dosen belegen dagegen nur die hinteren Plätze.

Erhöhter Bedarf an Informationen 

Deutlich wird auch, dass Kund:innen ein gesteigertes Interesse an Verpackungen zeigen: Nur 11 Prozent fühlen sich bezüglich der Nachhaltigkeit der Verpackung ausreichend gut informiert. Laut Daniel Bornemann, Partner und Experte für Paper & Packaging bei Simon-Kucher & Partners zeigen die Ergebnisse, dass für viele Verbraucher:innen Nachhaltigkeit vor allem mit eindeutig zuzuordnenden Themen wie der Recycelbarkeit verbunden wird: "Die fehlenden Informationen führen dazu, dass weitere Hintergründe nicht eingeordnet werden können. Dieses Informationsdefizit sollte die Industrie dringend adressieren, um die Nachhaltigkeit weiterer Materialien deutlich zu machen und Fehlinformationen vorzubeugen." 

Sustainability steht im Fokus 

Die Studie offenbart auch, dass sich die Meinungen zwischen weiblichen und männlichen Studienteilnehmern bei diesem Thema nur wenig unterscheiden: So legen 79 Prozent der weiblichen Teilnehmerinnen Wert auf nachhaltige Verpackungen, bei den Männern liegt die Zahl bei 67 Prozent. Dies ist auch über alle Alters-und Bildungslevel hinweg der Fall. Stephanie Sparber, Director bei Simon-Kucher & Partners bestätigt: "Das Thema Sustainability ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, die Nachfrage ist groß, auch in Bezug auf Produktverpackungen. Die Industrie muss ihr Bild vom Endkonsumenten dringend überholen und den Wünschen der Kunden mit mehr Informationen und größerer Vielfalt entgegenkommen. Die nötige Zahlungsbereitschaft ist da, Unternehmen sollten diese Chance für sich erfolgreich nutzen."

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Autor: Belinda Duvinage

legt ein besonderes Augenmerk auf alle Marketing-Themen. Bevor die gebürtige Münchnerin zur W&V kam, legte sie unter anderem Stationen bei burdaforward und dem Münchner Merkur ein, leitete ein regionales Magazin in Göttingen und volontierte bei der HNA in Kassel. Den Feierabend verbringt sie am liebsten mit ihren drei Jungs in der Natur, auf der Yogamatte, beim perfekten Dinner mit Freunden oder, viel zu selten, einem guten Buch.

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