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GfK-Studie
Nachhaltigkeit wird zur neuen Normalität

Trotz Corona wird das Thema Konsum und dessen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft immer wichtiger. Wichtige Treiber sind hier vor allem die Kinder, wie eine aktuelle Studie der GfK belegt.

Text: Anonymous User

8. Oktober 2020

Der Trend zu mehr Nachhaltigkeit wird vor allem von den Kindern gefördert.
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Zuweilen erscheint es fast, als habe die Corona-Pandemie alle anderen Themen in den Hintergrund gedrängt. Dass das nicht so ist, zeigt die aktuelle Studie "Who cares? Who does?" der Nürnberger Marktforscher von GfK. Danach spielen, Corona hin oder her, für 42 Prozent der Haushalte in den 19 untersuchten Ländern Umweltthemen eine wichtige Rolle. Der Trend zum umweltbewussteren Verhalten und zu mehr Nachhaltigkeit wird vor allem durch die Kinder gefördert, die damit einen größeren Einfluss auf das Verbraucherverhalten ausüben als beispielsweise Freunde, Ehepartner, Eltern, Kollegen oder gar die Politik. Letztere ist nur für 13 Prozent der befragten Personen ein wichtiger Einflussgeber. Die große Bedeutung von Kindern auf das Verbraucherverhalten ist für GfK ein Trend, den keine Marke ignorieren kann. 

Weniger Plastik, weniger Abfall

Doch welche Auswirkungen hat der Trend zu mehr Nachhaltigkeit konkret? In aller erster Linie versuchen die Konsumenten, Produkte zu erwerben, die nicht in Plastik verpackt sind. Dazu zählen nicht nur Industrieprodukte, sondern auch frische Früchte und Gemüse. Plastikflaschen sind für viele Konsumenten ebenso tabu wie Spielzeug aus Kunststoff oder Plastiktüten für den Einkauf. Gleichzeitig favorisieren bereits 80 Prozent der befragten Personen lokal produzierte Lebensmittel und immerhin die Hälfte legt Wert auf eine umweltfreundliche Produktion. "Der Anteil der Käufer, die Plastikabfälle aktiv vermeiden, unterscheidet sich in dieser jüngsten Studie von Land zu Land deutlich", erläutert Jan-Fredrik Stahlbock, GfK-Experte für Consumer Insights. Umweltbewusste Käufer, die sich verantwortlich fühlen und aktiv Plastikmüll reduzieren wollen, seien jedoch überall anzutreffen. In Deutschland liegt der Anteil laut Stahlbock bei 38 Prozent. "Hersteller müssen der Konkurrenz immer einen Schritt voraus sein und klar festlegen, welche Nachhaltigkeitsmaßnahmen bei der Produktentwicklung und Neugestaltung Priorität haben", sagt Stahlbock. Und auch der Einzelhandel müsse für die stetig wachsende Zielgruppe der umweltbewussten Konsumenten Lösungen bieten, denn das "nicht zu tun, wäre langfristig fatal."  

 

Befragung von Konsumenten in 19 Ländern

Für die Studie, welche von GfK in Zusammenarbeit mit Kantar und Europanel durchgeführt wurde, wurden Konsumenten in weltweit 19 Ländern befragt.  Der Fokus lag dabei auf den zehn europäischen Märkten Italien, Großbritannien, Irland, Deutschland, Frankreich, Slowakei, Tschechische Republik, Polen, Portugal und Spanien. 

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Autor: W&V Redaktion

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