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Launch
NASA dreht Werbespot für Estée Lauder im All

Um ein neues Hautpflegeprodukt zu bewerben, hat sich Estée Lauder etwas Außergewöhnliches ausgedacht: Die Kosmetikmarke kooperiert mit der NASA, die einen Werbespot auf der Raumstation dreht.

Text: W&V Redaktion

21. September 2020

Die NASA filmt Werbematerial für Estée Lauder im All.
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Bereits seit zwei Jahren denkt die NASA an neue Einnahmequellen nach und bemüht sich um Werbeverträgen, um zusätzliche Gelder zu verschaffen. Als erste Beauty-Marke kooperiert nun Estée Lauder mit der US-Raumfahrtbehörde für einen Launch neuer Hautpflegeprodukte. 

Kommerzialisierung des Weltraums

Für den Launch der Produkte schickt das Kosmetikunternehmen zehn Flaschen ihres neuen Hautserums "Advanced Night Repair Synchronized Multi-Recovery Complex" zur NASA in die Raumstation. Am 29. September fliegt die Rakete "Northrop Grumman Cygnus" sowohl mit den Estée-Lauder-Produkten als auch mit anderen Materialen für Experimenten und Vorräten los und wird wohl am 3. Oktober auf der Internationalen Raumstation ISS ankommen.

Dort filmen und fotografieren die Astronauten die Produkte in der Schwerelosigkeit. Das Filmmaterial wird anschließend für Werbekampagnen verwendet. Die Raumfahrer selbst erscheinen jedoch nicht in Kosmetikanzeigen: Die Ethikrichtlinien der Raumfahrtagentur verhindern streng, dass Astronauten in Marketingkampagnen erscheinen.

Das Ziel der NASA: Die Raumfahrtbehörde trägt die Kosten für Unternehmen, die an weltraumgestützten Aktivitäten interessiert sind, in der Hoffnung, dass das ein breiteres Interesse an außerirdischen Geschäftsaktivitäten weckt und der NASA hilft, die Kosten wiederum auszugleichen. Die Raumfartbehörde hat unter anderem einen Werbevertrag mit Adidas unterzeichnet. Außerdem soll auch Schauspieler Tom Cruise einen Film auf der ISS drehen. 


Autor: Nadia Riaz

volontierte bei W&V und Kontakter, war anschließend Redakteurin bei LEAD, wo sie ihre Begeisterung für Digital- und Tech-Themen entdeckte. Nadia hat München für Hamburg ausgetauscht und schreibt jetzt als freie Autorin für W&V am liebsten über Blockchain und KI.

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