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Strategie
Nestlés Vision: 2025 sind alle Verpackungen recyclefähig

Keine Plastikhalme mehr: Nestlé möchte Verpackungen bis 2025 zu 100 Prozent recyclingfähig oder wiederverwendbar machen. Das Unternehmen legt dabei seinen Schwerpunkt auf die Vermeidung von Plastikmüll.

Text: W&V Redaktion

16. Januar 2019

Nestlé hat im Dezember 2018 in Lausanne ein Forschungsinstitut für Verpackung zur Beschleunigung ihrer Nachhaltigkeitsagenda gegründet.
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Ab Februar will Nestlé unter anderem verstärkt Trinkhalme aus Papier für seine Produkte anbieten, wie der Nahrungsmittel-Konzern jetzt mitteilte - und damit unter anderem auf ein ab 2021 geltendes Verbot bestimmter Einweg-Plastikprodukte wie Trinkhalme oder Besteck reagierte, auf das sich die Europäische Union im Dezember einigte.

Von 2020 bis 2025 will Nestlé entsprechend ihrer jetzt präsentierten #plasticstrategy in ihrem weltweiten Produktportfolio die Verwendung von nicht oder nur schwer recyclingfähigem Plastikmaterial grundsätzlich schrittweise einstellen. Der weltweit größte Nahrungsmittelhersteller steht immer wieder in der Kritik aufgrund seiner Wassergeschäfte, dem Abholzen von Regenwald für die Palmölproduktion, Tierversuchen, ungesunder Babynahrung - und des Plastik-Mülls.

Das ist laut Unternehmen deshalb nun konkret geplant:

  1. Im ersten Quartal 2019 verspricht Nestlé, Papierverpackungen für Nesquik einzuführen. In der zweiten Jahreshälfte 2019 soll der Snackriegel Yes! folgen. Smarties wird im Laufe von 2019 mit der Einführung von plastikfreier Verpackung beginnen, und für das Schokoladen-Malz-Getränk Milo werden im Jahr 2020 Papierbeutel eingeführt.
  2. Nestlé Waters wird den Anteil an recyceltem PET in seinen Flaschen bis 2025 auf 35 Prozent weltweit sowie auf 50 Prozent in den USA erhöhen. Zudem wird Nestlé Waters den Gehalt an recyceltem PET in den europäischen Marken Acqua Panna, Buxton, Henniez und Levissima bis 2025 auf 50 Prozent erhöhen.
  3. Das im Dezember gegründete Nestlé Institute of Packaging Sciences erforscht zukünftig neben weiteren Alternativen auch neue papierbasierte Materialien und biologisch abbaubare Polymere, die zudem recyclingfähig sind.
  4. Das Unternehmen ist eine globale Partnerschaft mit Danimer Scientific eingegangen, um an der Entwicklung einer im Meerwasser biologisch abbaubaren und recyclingfähigen Wasserflasche zu arbeiten.
  5. Des Weiteren hat Nestlé eine Zusammenarbeit mit PureCycle ins Leben gerufen, um lebensmittelverträgliches recyceltes Polypropylen (PP) zu entwickeln.

Auch für die Mitarbeiter soll sich einiges verändern: Alle 4,200 Nestlé-Standorte haben sich demnach verpflichtet, Artikel aus Einwegplastik, die nicht recycelt werden können, durch Materialien zu ersetzen, die leicht zu recyceln oder wiederzuverwenden sind.

Öffentlichkeitswirksam lässt das Unternehmen seine Mitarbeiter zudem am Welttag der Ozeane, dem 8. Juni 2019, an Aufräum- und Müllsammelaktionen teilnehmen. Und auch die Konzernleitung und Mitarbeitende vom Nestlé-Hauptsitz in der Schweiz sollen im Mai 2019 bei einer Aktion zur Reinigung des Genfersee-Ufers mithelfen.

Innovative Verpackungsideen und Trends der Branche sind auch Thema beim 2. Packaging Summit am 3. und 4. April 2019 in München, zu dem W&V und Neue Verpackung einladen.Christian Detrois, Corporate Packaging Manager Nestlé Deutschlan, ist einer der Referenten. Mehr zum Programm und den Referenten gibt es unter www.packagingsummit.de. Melden Sie sich gleich hier an - zum Frühbucherrabatt.

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