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Gastro-Trends
Neuauflage der Insektenburger bei Hans im Glück

Im Frühjahr hat die Burgerkette Hans im Glück die nachhaltigen Wurm-Burger schon ausprobiert. Nun kommen sie erneut auf die Speisekarte - in 60 Läden bundesweit.

Text: W&V Redaktion

31. Oktober 2019

Neuauflage des Insektenburgers bei Hans im Glück.
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Der Insektenburger "Übermorgen" wurde ab Februar ein paar Wochen lang probeweise angeboten - nicht für Veganer und Vegetarier (für die Hans im Glück bereits Burgervarianten anbietet), sondern im Sinne des Klima- und Tierschutzes.

Das hat offenbar funktioniert: Wie das Fachmagazin Food Service berichtet, kommt der Insektenburger ab 18. November zurück. Er wird in 60 Lokalen der Kette für 9,90 Euro pro Burger ein weiteres Mal auf der Karte stehen.

Food Service zitiert den CMO Peter Prislin: "Mit der Aktion wollen wir unsere Position als Innovator und Vordenker dazu nutzen, unseren Teil zum Umdenken in der Gesellschaft beizutragen. Unsere Gäste haben den Insektenburger im Frühjahr sehr gut angenommen; das hat uns darin bestärkt, ihn temporär in einer veränderten Rezeptur wieder in unsere Burgergrills zu bringen."

Der Wurm-Bratling besteht zu 20 Prozent aus Mehlwürmern. Tenebrio Molitor ernährt sich vor allem von Getreide, Mehl, Backwaren und anderen stärkehaltigen Stoffen. Mehlwürmer werden von den Herstellern der Instektenburger als gute Lieferanten von Vitamin B, Proteinen und ungesättigten Fettsäuren gepriesen. Im Bratling sind außerdem weitere verschiedene vegetarische Zutaten enthalten. 

Seit 2018 werden in der Schweizer Supermarktkette Coop Wurmburger und -bällchen des Herstellers Essento verkauft. Die Bugfoundation, die Hans im Glück im Frühjahr belieferte, stellt "Bux-Burger" aus Buffalowürmern her.

Ab 1. Januar 2018 gilt in der EU die Novel-Food-Verordnung, die die Zulassung "neuartiger Lebensmittel" regelt. Unter diese fallen auch Insektenprodukte.

"Auch unsere Essgewohnheiten werden sich mittelfristig eklatant ändern. Unser Ziel ist es daher, unsere Gäste mit Zutaten in unseren Gerichten vertraut zu machen, die aktuell noch keinen festen Platz auf ihrem Speiseplan haben, aber zukünftig immer wichtiger werden", sagte Peter Prislin in Food Service.

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