Anzeige

Kino
Neue Möglichkeiten im Kino: Wie sich Werbung verändert

Kino trommelt für neue Werbemöglichkeiten. Im Multiplex Cinedom in Köln zeigt Weischer.Cinema neue 360 Grad-Werbeformate. Unter anderem eine Gaming-App. Erster Kunde ist Bahlsen mit Pick Up. 

Text: W&V Redaktion

14. Oktober 2020

Pick Up! wirbt im Kölner Cinedom
Anzeige

So kann die Zukunft der Kinowerbung aussehen. Das Multiplex-Kino Cinedom in Köln macht sich bereit für die Zukunft. Vor einem Jahr hat das Lichtspielhaus digital aufgerüstet. Davon sollen die Besucher aber auch die Werbekunden profitieren. Unter anderem gibt es freien WLAN-Zugang in allen 14 Sälen.

Die neue Digital-Signage-Ausstattung umfasst einen insgesamt 60 Quadratmeter großen Full HD Wavescreen, der vom Kinovermarkter Weischer.Cinema programmatisch angesteuert werden kann. Dazu kommen 20 Monitore in allen Foyers, ein Triptychon-Screen, der aus drei LED-Elementen besteht, sowie ein aus neun LED-Screens bestehender Matrix-Screen. Alle  Screens können individuell und in Echtzeit angesteuert werden.

Neue Kinowerbe-App aus Skandinavien

Neben den großen Bildschirmen soll die Werbung auch mobil stattfinden. Weischer.Cinema launcht dazu die App RedyPlay. Die App, die nun erstmals auf den deutschen Markt kommt, stammt aus Skandinavien und wird dort in Kinos eingesetzt. Nach dem Download der App kann der Besucher ein Gamification-Angebot im Vorprogramm nutzen. Hier können Werbekunden die Kinogänger über Augmented-Reality-Games und In-App-Mini-Games ansprechen. So soll erstmals auch ein datenbasiertes Re-Targeting der Kinozielgruppe möglich sein. Markenartikler können zudem über die Loginseite des WLAN-Zugangs einen Werbekontakt aufbauen.

Weischer hatte vergangenes Jahr die Kooperation mit dem Kopenhagener Unternehmen Cinemataztic, das interaktive Mobile-Games für Kinobesucher anbietet, bekannt gegeben. Mittels einer App können die User über ihr Smartphone auf der Kinoleinwand spielen, bevor der Film beginnt. So können spielerische Elemente mit der Kinowerbung verknüpft werden. 

"Im Cinedom Köln können sich Werbungtreibende ab sofort über eine digitale 360-Grad Customer Journey völlig neu inszenieren", sagt Stefan Kuhlow, CEO von Weischer.Cinema. Der  Showcase zeige, welche Möglichkeiten die Kinowerbung der Zukunft bietet. Von diesen Innovationen profitierten alle Beteiligten. Besucher, Kinobetreiber und Werbekunden.

 Erster 360-Grad-Kunde ist Bahlsen

Bahlsen präsentiert  als erster Kunde seinen neuen Riegel Pick Up Choco Hazelnut im Cinedom. "Mit Pick Up! haben wir bereits in der Vergangenheit Benchmarks für Kinowerbung gesetzt, beispielsweise als wir letztes Jahr für dreizehn Kinofilme individuelle Spots produziert und geschaltet haben", sagt Dimitri Herber, Leitung Media & Digital Marketing DACH bei Bahlsen. "Insofern haben wir nicht lange überlegt, ob Pick Up! die innovative Bühne des Cinedom in Köln für einen neuen aufmerksamkeitsstarken Auftritt nutzt."

 Kino als Erlebniszentrum

Mit seiner neuen Ausstattung will sich der Kino-Dom als Erlebnis-Location in Köln positionieren. Neben dem Filmbetrieb auch für Veranstaltungen, Events und Firmenpräsentationen. Gleichzeitig will Holger Pfaff, die Besucher noch stärker als bisher in den Mittelpunkt stellen. "Die professionelle, zielgruppengerechte Vermarktung der digitalen Screens, das leistungsstarke WLAN sowie die neue Gaming-App RedyPlay sind auf diesem Weg wichtige Meilensteine." , sagt Holger Pfaff, Geschäftsführer der Cinedom Kinobetriebe. 

ff

Auch die Cinemaxx-Gruppe setzt auf Firmenevents

Zu Krisenzeiten positioniert sich nicht nur das Kölner Cinedom neu. Auch die Cinemaxx-Kette baut ihren Geschäftsbereich Event & Conferencing aus. Kinos seien als Locations in Zeiten von Corona eine spannende Lösung für Unternehmen, die auch kurzfristig ein Mitarbeiter-Event realisieren wollen, heißt es. 

Da die Kinos an starke Hygiene-Auflagen gebunden sind, bieten sich die Räume insbesondere für Weihnachtsfeiern an, meint Frank Thomsen, Geschäftsführer der Cinemaxx-Gruppe. "Für Weihnachtsfeiern, die in diesem Jahr veranstaltungsseitig wie auch budgetär herausfordernd sind, sehen wir, dass wir mit einem gemeinsamen Filmbesuch in einem gemieteten Kinosaal und Wunschfilm für viele Menschen ein emotionales Firmenevent realisieren können," so Thomsen. Abhängig von den Saalgrößen je Standort sind Veranstaltungen bis 300 Personen möglich. Die Kette verfügt über 31 Kinos.

Gemeinsam mit dem Mutterunternehmen Vue International hat Cinemaxx ein Sicherheits- und Hygienekonzept entwickelt. Die internationale Gruppe verfügt dabei auf Expertise ihrer Kinos in Taiwan, die Erfahrung im Umgang mit SARS und Schweinegrippe haben und deren Kino auch während der aktuellen Pandemie geöffnet blieben.


Autor: Katrin Otto

ist Redakteurin im Medienressort. Sie schreibt über Radio, Außenwerbung, Kino und Film und freut sich über Empfehlungen für die Bücherseite. Wenn sie nicht in der Redaktion ist, ist sie auf Konzerten, im Kino oder im Wasser.

Anzeige