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Werbemessung
Nielsen präsentiert cookiefreie Messmethode

Nielsen hat jetzt eine Lösung vorgestellt, wie die Reichweiten- und Werbemessung in Zukunft ohne Cookies funktionieren soll. Die ID-basierte Lösung soll Anfang nächsten Jahres in den USA ausgerollt werden.

Text: W&V Redaktion

23. November 2020

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Der internationale Media- und Marktforscher Nielsen hat eine technische Lösung für die Reichweiten- und Werbemessung vorgestellt, die ohne Cookies auskommt. Dabei handelt es sich um eine ID-basierte Lösung, die plattformübergreifend funktionieren soll. "Um das Problem der Datenerosion zu bekämpfen und sich auf eine zunehmend fragmentierte Zukunft vorzubereiten, entwickelt Nielsen seine Technologie weiter, um der Branche differenzierte Mess- und Ergebnisdaten zu liefern", heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.

Mit der Umstellung auf personenbezogene Datensätze, die durch Panel-Daten kalibriert und mit der "Nielsen ID" unterfüttert werden sollen, sieht sich Nielsen gut positioniert für eine kanal- und geräteübergreifende Messung. Nielsen will dabei seine Panels nutzen, um Verzerrungen zu korrigieren und die Vergleichbarkeit zu verbessern. Für die Nielsen ID würden "geräteunabhängige, persistente Identifier" verwendet.

Kooperation mit The Trade Desk für interoperable ID

Um verschiedene First-Party-IDs miteinander abzugleichen, will Nielsen außerdem mit der Programmatic-Plattform The Trade Desk und anderen Branchenteilnehmern zusammen an einer offenen und interoperablen ID - der Unified ID 2.0 - arbeiten, die auf gehashten und verschlüsselten E-Mail-Adressen basiert.

"Indem wir unsere Produkte zur Reichweiten- und Werbemessung mit dem einzigartigen ID-Resolution-Ansatz untermauern, machen wir unser Geschäft und unsere Produkte zukunftssicher mit Blick auf technologische und regulatorische Änderungen", sagt Mainak Mazumdar, Chief Data Officer bei Nielsen. Das Unternehmen sei dabei, die Grundlage seiner personenbasierten Messung durch den Einsatz von Machine Learning weiter zu entwickeln.

Cross-Media-Messung wird weiter vorangetrieben

Da Nielsen lineare und adressierbare TV- und digitale Datenbestände auf einer einzigen Plattform kombiniere, werde die ID-Methodik die ganzheitliche Messung über alle Premium-Videoangebote und Medien hinweg vorantreiben.

Anfang 2021 soll das neue System zunächst in den USA ausgerollt werden.

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Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

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