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Markenschutz
Nike klagt gegen "Satan Schuh" von US-Rapper Lil Nas X

666 Paar Satan-Schuhe mit Pentagram-Design, umgekehrtem Kreuz, Blut in der Sohle und dem Verweis auf einen Lukas-Vers als Redesign des Air Max 97-Sneaker - es ist kein Osterwunder, dass Nike das missfällt.

Text: Anonymous User

30. März 2021

Die Satan-Schuhe sind keine autorisierte Collab von Nike
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Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike hat einem Bericht des Musik-Magazins Rolling Stone zufolge das US-Kunstkollektiv "MSCHF" wegen einer Markenrechtsverletzung in Zusammenarbeit mit dem Rapper Lil Nas X verklagt. MSCHF hatte am Montag 666 Paare eines "Satan Schuhs" verkauft, der in Zusammenhang mit einem neuen Song zusammen mit dem Rapper entwickelt wurde - allerdings ohne Genehmigung von Nike. 

Das inoffizielle Redesign von Nikes Air Max 97-Sneaker zeichnet sich unter anderem durch ein Pentagramm-Design und ein umgekehrtes Kreuz aus. Darüber hinaus sind die Sohlen mit 60 Milliliter Tinte und einem Tropfen menschlichem Blut gefüllt sind, das von Mitgliedern des MSCHF-Teams stammt. Der Preis von 1.018 US-Dollar pro Paar ist ein Verweis auf einen entsprechenden Bibelvers des Apostels Luka, in dem es heißt: "Ich sah Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen". Die Schuhe waren laut MSCHF innerhalb einer Minute ausverkauft.

Aus Sicht von Nike hat die Aktion dem eigenen Firmenwert "erheblichen Schaden" zugefügt. Dabei hatte der Sportartikelhersteller die Künstler vermutlich selbst auf die Idee gebracht. 2019 produzierte die Brand nämlich mit MSCHF die Collab "Jesus Shoes MSCHF x INRI Nike Air Max 97", um den Collab-Wahn der Markenersteller ironisch auf die Schippe zu nehmen. Die "heiligen" Schuhe droppten jeden Monat am 2. und 4. Dienstag bis zum 10. August 2020.


Autor: W&V Redaktion

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