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TV statt Stadion
Nun distanziert sich auch Panasonic von Olympia

Nach Toyota gehen nun auch Panasonic sowie führende Vertreter der japanischen Wirtschaft auf Distanz zu den Olympischen Spielen in Tokio. Panasonic-Chef Yuri Kusumi bleibt der Eröffnungsfeier fern. 

Text: W&V Redaktion

20. Juli 2021

Es wird immer leerer im Stadion und um die Olympischen Spiele in Tokio.
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Erst ging Toyota auf Distanz zu den Olympischen Spielen in Tokio, nun folgt auch Panasonic. Der Elektronikriese, wie Toyota ein Top-Sponsor der Spiele und seit über 30 Jahren Partner von Olympia, gab am Dienstag bekannt, Konzernchef Yuki Kusumi werde der Eröffnungszeremonie am Freitag fernbleiben. Auch der Vorsitzende des mächtigen Wirtschaftsdachverbandes Keidanren, Masakazu Tokura, will sich die Zeremonie von zu Hause aus anschauen. Die Chefs des Unternehmerverbandes und der Industrie- und Handelskammer, Kengo Sakurada and Akio Mimura, haben ebenfalls kein Interesse, an der Eröffnungsfeier im Olympia-Stadion teilzunehmen.

Keine Spots von Toyota

Am Vortag hatte bereits Toyota mitgeteilt, dass vorbereitete Werbespots mit Bezug zu den Spielen nicht ausgestrahlt würden. Zudem würden Konzernchef Akio Toyoda sowie andere Vertreter nicht an der Eröffnungszeremonie am 23. Juli teilnehmen. Es würden Spiele werden, bei denen vieles auf Unverständnis stoße, hieß es zur Begründung.
Dass führende Wirtschaftsvertreter auf Distanz zu dem umstrittenen Spektakel gehen, ist bitter für die Organisatoren. Offenbar sorgt man sich in Japans Wirtschaftskreisen um einen möglichen Imageschaden. 

Spiele ohne Zuschauer

Toyota und Panasonic gehören zu rund 60 japanischen Unternehmen, die für die Spiele eine Rekordsumme von zusammen mehr als drei Milliarden Dollar für die Sponsorenrechte hingeblättert hatten. Doch die Pandemie und eine Reihe von Pannen und Skandalen im Vorfeld der Spiele haben das größte Sportereignis der Welt überschattet. Wegen Corona werden die Spiele nahezu komplett ohne Zuschauer stattfinden.
Auch bei der Eröffnungsfeier werden nur wenige Offizielle und Würdenträger im Stadion sitzen. Eine Mehrheit der Bevölkerung ist laut Umfragen dagegen, dass die Spiele stattfinden. (dpa/st)


Autor: W&V Redaktion

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