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Ebiquity zum Mediaeinkauf
Nur 15 Cent vom Werbeeuro kommen an

Im W&V-Interview machen die Chefs von Ebiquity Deutschland eine für Werbekunden beunruhigende Rechnung auf. Bei programmatischen Kampagnen kommen nur 15 Cent vom investierten Werbeeuro wirklich an.

Text: W&V Redaktion

26. November 2018

Ebiqutiy-Chef Hellmut Fischer.
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Von einem Euro, der in programmatisch eingekaufte Werbekampagnen investiert wird, kommen lediglich 15 bis 20 Cent wirksam bei der gewünschten Zielgruppe an. Zu diesem Ergebnis kommt das Mediaberatungsunternehmen Ebiquity.

Der Hamburger Berater hat in einer Untersuchung die Wertminderung des Werbeeuros ausgerechnet. Ein Großteil geht demnach bereits auf den verschlungenen technologischen Wegen des automatisierten Werbeplatz-Handels verloren. Dort fallen zahlreiche Gebühren an, die für Kunden nicht immer transparent gemacht werden, warnt Ebiquity-Deutschland-Chef Hellmut Fischer im W&V-Interview.

"In all diesen Stufen verdienen auch Agenturen kräftig mit", so Fischer. "Eine Agentur macht diese Kosten oft nicht transparent", erklärt Christian Zimmer, seit April ebenfalls Geschäftsführer bei Ebiquity und verantwortlich für die Media-Beratung.

Besonders zu Buche schlagen bei programmatischen Kampagnen die Kosten für so genannte Third-Party-Daten – also Datenmaterial, welches zur Verbesserungen des Targeting zusätzlich eingekauft wird. In der Ebiquity-Rechnung verschlingen sie 25 Prozent des Budgets. Einen Ausstieg aus dem automatisierten Media-Einkauf empfehlen die Ebiquity-Experten allerdings nicht.

"Es geht um Transparenz", sagt Zimmer. "Wir wollen das Bewusstsein schaffen, dass Kunden für ihre Kampagne die optimale Einkaufsart wählen".

Warum das Preis-Leistungs-Verhältnis bei digitaler Werbung grundsätzlich zu wünschen übrig lässt und wie Ebiquity selbst seine Rolle im Media-Geschäft sieht, lesen Sie in der aktuellen W&V-Titelgeschichte.

Das Titelthema der aktuellen W&V-Ausgabe.

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