Anzeige

W&V Data-Analyse
Oktober-Bilanz: Drei Medienkanäle über Vorjahr

Der Start ins vierte Quartal – dem großen Hoffnungsträger im Corona-geprägten Werbemarkt – verlieft besser als erwartet. Gleich drei Medienkanäle liegen im Oktober über Vorjahr, so die W&V Data-Analyse.

Text: W&V Redaktion

20. November 2020

Das lässt hoffen: Der Rückstand zum Vorjahr ist Oktober auf rund drei Prozent geschrumpft.
Anzeige

Auf der Suche nach mehr Stabilität im gegenwärtigen Werbe-Auf-und-Ab sind die jetzt vorliegenden Auswertungen für den Monat Oktober wie ein Anker. Denn der Start ins vierte Quartal – als dem großen Hoffnungsträger – verlief unterm Strich besser als erwartet. Mit einem Werbespendingvolumen von rund 3,5 Mrd. Euro brutto verringerte sich der Rückstand gegenüber dem Oktober 2019 auf 3,2 Prozent. Der September hatte noch rund 4,6 Prozent unter dem Vorjahresmonat gelegen.

Auch kulminiert konnte der Werbemarkt durch den Oktober zumindest leicht aufholen: Die 26,5 Mrd. Euro für Januar mit Oktober bedeuten noch ein Minus von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für die ersten drei Quartale dieses Jahres standen hier noch sieben Prozent Rückstand in der Bilanz.

TV, Online und vor allem Radio über Vorjahr

Betrachtet man die Entwicklungen anhand der einzelne Medienkanäle, können für den Oktober gleich für drei Medien eine positive Bilanz ziehen, denn sie liegen von den Bruttospendings her über dem Oktober 2019: TV hat die Hürde ganz knapp mit plus 0,3 Prozent genommen, Online (Desktop und Mobile) steht 1,5 Prozent über dem Vorjahresmonat. Vor allem reüssiert hat aber Radio. Die Hörfunksender sind deutliche 9,1 Prozent im Plus und setzen damit die erfolgreiche Entwicklung fort, mit der sie schon im September aufgefallen waren.

Kulminiert für den Zeitraum Januar mit Oktober ist nur Online über Vorjahr mit 2,7 Prozent plus.

Auf W&V Data sind alle Entwicklungen im Werbemarkt inklusive der jetzt vorliegenden Zahlen für Oktober abrufbar, basierend auf den Zahlen unseres Partners Nielsen und visualisiert von Datalion.

Keine großen Sprünge in den nächsten Jahren

Auch für die kommenden Jahre ist wohl nicht mit großen Sprüngen im Werbemarkt zu rechnen. Nach einer Prognose von PricewaterhouseCoopers sollen die Spendings netto im deutschen Markt bis 2024 jährlich nur um rund 0,7 Prozent ansteigen. PwC erwartet dann für 2024 rund 24,2 Milliarden Euro netto an Werbeausgaben, 2020 geht PwC von insgesamt 18,6 Milliarden Euro netto aus.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.


Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann vor allem die Themenumfelder in der Printausgabe von W&V, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Zum Verlag W&V kam Christiane 2001, damals wahrscheinlich noch mit Klapphandy. Seitdem verfolgt sie vor allem, wie Medien und Mediennutzung die Gesellschaft verändern.

Anzeige