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Procter & Gamble
P&G räumt im Agenturpool auf

Bei Procter & Gamble müssen sich einige Agenturen warm anziehen. Der Konzern stellt gerade alles auf den Prüfstand und will sich weltweit von über 1000 Dienstleistern trennen.

Text: W&V Redaktion

24. Januar 2018

P&G-Hauptquartier in den USA: Der Konzern ordnet seine Agentur
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Der Konsumgüterriese Procter & Gamble (P&G) will die Zahl der Agenturen, mit denen das Unternehmen zusammenarbeitet, weiter drastisch reduzieren. Wie der Branchendienst Campaign berichtet, sagte Chief Financial Officer Jon Moeller auf einer Telefon-Konferenz mit Investoren, der Konzern habe bereits die Zahl der Agenturpartner weltweit von 6000 auf 2500 reduziert. Nun solle diese Zahl aber nochmals halbiert werden.

Laut Moeller hat P&G durch die Reduzierung 750 Millionen Dollar an Kosten für Werbeproduktionen eingespart, darüber hinaus sei durch die Einführung neuer Zahlungsbedingungen der Cashflow um über 400 Millionen Dollar verbessert worden. Jetzt sollen nochmals 400 Millionen Dollar eingespart werden. Zudem strebe P&G neue Modelle der Zusammenarbeit mit den Werbe- und Mediaagenturen an.

"Wir benötigen den Input von kreativen Talenten – und wir sind auch bereit, dafür zu zahlen", sagte Moeller weiter. "Aber was wir nicht brauchen, sind einige andere Kostenkomponenten." Mediaplanung und der Mediaeinkauf sollen künftig verstärkt inhouse erledigt werden.

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