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Urteil
P&G stoppt Postwurf-Pröbchen für Ariel Pods

Schluss mit der unzumutbaren Belastung für Verbraucher: Der FMCG-Konzern Procter & Gamble lenkt ein und verzichtet freiwillig auf das Versenden von Probepackungen von Ariel Pods, die genau genommen "Sondermüll" sind.

Text: W&V Redaktion

24. Oktober 2019

Ariel Pods sind "Sondermüll".
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Der Hersteller Procter & Gamble will plastikverpackte Proben seines Waschmittels Ariel Pods nicht weiter per Postwurfsendung verteilen. Das kündigte der Konzern am Donnerstag an, nachdem er vor dem Oberlandesgericht Frankfurt eine Berufung gegen die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg zurückgezogen hatte. Damit wird das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Frankfurt rechtskräftig, das im vergangenen August die Verteilung der bunten Gratis-Kapseln untersagt hatte.

Die Verbraucherschützer hatten in ihrer Klage dargelegt, dass flüssiges Waschmittel als "Sondermüll" gelte und deshalb nicht im gewöhnlichen Hausmüll entsorgt werden dürfe. Das Trennen aber sei den Verbrauchern nicht zumutbar. Das Mittel könne zudem in die Hände von Kindern geraten. Diese Art von Werbung sei eine unzumutbare Belästigung von Verbrauchern.

Procter & Gamble bezeichnete die Rücknahme der Berufung als "strategische Entscheidung". Man suche nun nach neuen Wegen, um Verbrauchern den kostenlosen Test zu ermöglichen. Insbesondere werde auch versucht, in Bemusterungsaktionen weniger Plastik zu verwenden. Die Zentrale der deutschen Tochter des US-Konzerns befindet sich in Schwalbach am Taunus.

dpa

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