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Expansionskurs
Peek & Cloppenburg: Neue Online-Funktionen und Filialen

Der Modehändler konzentriert sich gleich auf drei Initiativen: Neue Features im Online-Bereich, flexiblere Logistik und Eröffnungen in Osteuropa.

Text: W&V Redaktion

23. Juli 2019

Der Modehändler setzt in Zukunft mehr auf die Verflechtung von Online-Funktionen und stationärem Geschäft.
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Wer im Handel erfolgreich sein will, muss mit den Wünschen der Verbraucher mithalten können. Gerade die Digitalisierung hat dazu geführt, dass die Kunden es gewohnt sind, alles immer sofort zu bekommen. Um ihnen diesen Anspruch erfüllen zu können, hat das Modeunternehmen Peek & Cloppenburg mit Hauptsitz in Düsseldorf und Wien mehrere Omnichannel-Projekte angestoßen.

Neue Reservierungsmöglichkeiten

Nach dem Startschuss in Österreich Mitte Mai bietet Peek & Cloppenburg seit Anfang Juli auch in Deutschland die Funktion "Click & Reserve" in seinem Onlineshop an. Nach einer Verfügbarkeitsabfrage in Echtzeit können die Kunden so einen Artikel direkt in einem Verkaufshaus ihrer Wahl reservieren.

Im stationären Handel können sich Kunden außerdem Artikel aus anderen Filialen in ihre Wunschfiliale liefern lassen. In beiden Fällen werden die Kunden per E-Mail informiert, sobald die Waren eingetroffen sind und können diese innerhalb von drei Tagen abholen.

"Die Verflechtung von Onlinehandel und stationärem Geschäft ist für uns ein Schwerpunktthema. Nach dem bereits eingeführten Click & Collect können wir mit dem zusätzlichen Click & Reserve den Kunden ein weiter verbessertes Omnichannel-Erlebnis bieten. Auf diese Weise steigern wir nicht nur den Service, sondern der stationäre und der Online-Handel unterstützen sich auch gegenseitig", äußert sich die Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf.

Neues Konzept zur Nachschubfunktion

Außerdem testet das Unternehmen zurzeit das Konzept einer zentralen Nachschubfunktion für Artikel seiner Eigenmarken sowie für Ganzjahresartikel ausgewählter Fremdmarken. Bisher mussten Produkte der Eigenmarken nahezu sechs Monate im Voraus und für jedes Verkaufshaus separat nach Farbe, Größe und in genauer Stückzahl geordert werden.

Doch mit dem veränderten Kaufverhalten lassen sich solche detaillierten Vorhersagen nicht mehr treffen. Die Verteilung soll in Zukunft zweimal wöchentlich von einem Zentrallager aus erfolgen.

Für Stamm- oder Ganzjahresartikel hat das Unternehmen außerdem Depots eingeführt, welche die Versorgung der Verkaufshäuser mit Nachschub zentral sicherstellen. Statt wie bisher die Produkte bei Bedarf beim Lieferanten anzufordern, rufen die Verkaufshäuser diese jetzt im Depot ab, welches täglich die Aufträge an die Lieferanten weitergibt.

Durch die verbesserte Verfügbarkeit auf den Verkaufsflächen hat das Unternehmen nach eigenen Angaben schon Erfolge in gesteigerten Abverkäufen verzeichnen können, so dass das Konzept noch in diesem Jahr weiter ausgerollt wird.

Eröffnung weiterer Filialen vor allem in Osteuropa

Für 2020 ist der Markteintritt in Estland und Serbien geplant, sowie die Eröffnung einer Riesenfiliale in Bocholt, Nordrhein-Westfalen mit über 5.500 Quadratmetern Fläche. Noch in diesem Jahr sollen drei weitere Filialen in Rumänien und Kroatien eröffnet werden. Mit dem Expansionskurs wird das Modehaus damit in 17 Ländern vertreten sein.

Online ist zum einen die Eröffnung eines niederländischen Online-Shops geplant, zum anderen die Eröffnung eines Online-Shops für die Tochtermarke Anson's Herrenhaus. Die Zielgruppen können bereits ab Juli beziehungsweise August in Online Fashion Windows die aktuellen Kollektionen kennen lernen.

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