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Aktion "Alle Tiere leiden gleich"
Peta schockt Passanten mit "gegrilltem" Hund

Mit einer verstörenden Aktion in deutschen Innenstädten will die Tierschutzorganisation Peta auf das Leid von Nutztieren aufmerksam machen und grillt dafür eine Hunde-Attrappe. 

Text: W&V Redaktion

14. Juni 2019

Peta-Aktivisten vor dem Hunde-Grill.
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PR-Aktion mit Schock-Effekt: Die Tierschutzorganisation Peta sorgte in deutschen Innenstädten für ein gleichermaßen ekliges wie grausames Bild - ein Hund auf dem Grill. Erst beim zweiten Hinsehen ist der Kadaver als Attrappe erkennbar. Wie die Bild-Zeitung berichtete, platzierte Peta die Installation unter anderem in den ostdeutschen Städten Jena, Erfurt, Halle und Magdeburg. 

"Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?", war auf den Bannern am Grill zu lesen. Die Aktion ist Teil der im April gestarteten Kampagne mit dem Titel "Alle Tiere leiden gleich".  

Die von der tschechischen Werbeagentur DDB Prague für Peta entworfenen Motive sollen Menschen zum Nachdenken anregen. Auf Fotos von sogenannten Nutztieren hat die Agentur einfache Strichzeichnungen von Hunden platziert. Die Illustrationen sollen veranschaulichen, wie unterschiedlich Tiere aufgrund ihres Nutzens für den Menschen behandelt werden.

Mit der Kampagne fordert Peta zum Umdenken auf und will darauf aufmerksam machen, dass nur eine vegane Lebensweise wirklich tierfreundlich sei.

"Wie kann von Tierliebe die Rede sein, wenn wir die einen streicheln und die anderen in Massen einpferchen und töten lassen?", sagt Jobst Eggert, Verantwortlicher im Bereich Special Projects bei Peta. Die Motive von DDB Prague machten deutlich, dass Gewalt falsch ist – unabhängig davon, wer die Opfer seien.

"Wir möchten die Menschen daran erinnern, dass ein Schwein oder ein Rind genau wie ein Hund Schmerzen, Angst und Freude empfindet und leben möchte", so Eggert. 

Die Zeichnungen wurden bewusst in Weiß gehalten: Die weiße Linie sollen für eine dünne Grenze, die der Mensch zwischen verschiedenen Tierarten gezogen hat stehen, heißt es in einem Statement der Organisation.  

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