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Gendermarketing
Pinkstinks wehrt sich gegen weihnachtliche Klischees

Von wegen besinnlich: Weihnachten ist Stress pur, vor allem für die Frauen. In einer aktuellen Kampagne plädiert Pinkstinks nun dafür, die zusätzliche Last auf mehrere Schultern zu verteilen.

Text: W&V Redaktion

2. Dezember 2019

"Weihnachten lebt von Traditionen. Nicht von Klischees": Pinkstinks plädiert dafür, die zusätzliche Last zu Weihnachten auf mehrere Schultern zu verteilen.
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Plätzchen backen, Geschenke besorgen, das Haus dekorieren - all diese Traditionen zu Weihnachten machen zwar Spaß, bedeuten aber auch eine zusätzliche Belastung. Arbeit, die doch in den meisten Fällen an den Frauen hängen bleibt. Mit der Kampagne "Die Zeiten gendern sich" wirbt die feministische Organisation Pinkstinks nun für mehr Gleichberechtigung in Haushalt und Pflege.

"Viele Frauen in Deutschland sind gerade zu Weihnachten mit Erwerbsarbeit und Weihnachten komplett überlastet", sagt Stevie Schmiedel, Pressesprecherin von Pinkstinks. "Mitdenken, Kinder glücklich machen und Schmücken wird noch zu oft als unmännlich gesehen: Dafür braucht es neue Bilder, ganz besonders in der Werbung."

Im Zentrum des Werbeauftritts steht der Spot "Oh, ich Fröhliche!", der heute auf den Kanälen der NGO mit 120.000 Followern veröffentlicht und beworben wird und der die Kernaussage hat "Weihnachten lebt von Traditionen, nicht von Klischees":

Ab dem 16. Dezember wird die Kampagne von Out-of-Home flankiert: Knapp 300 Plakate werden in Berliner U-Bahnschächten verteilt und sollen die Pinkstinks-Initiative "Schule gegen Sexismus" unterstützen, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.

Pinkstinks wirbt auf 300 Plakaten in Berlin für "Schule gegen Sexismus".

Pinkstinks setzt sich seit 2017 mit dem Positiv-Werbepreis "Pinker Pudel" für geschlechtergerechte Werbung ein und macht so auch auf veraltete diskriminierende Geschlechterrollen aufmerksam. Im kommenden Jahr wird der Preis erstmals auf den Online Marketing Rockstars am 12. Mai in den Hamburger Messehallen vergeben. Im Rahmen der bereits zum zweiten Mal stattfindenden Initiative "50/50@OMR", die mehr Gleichbereichtigung bei Führungspositionen in der Digitalbranche fordert, wird Pinkstinks zudem für fortschrittliche Werbebilder plädieren.

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