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Werbedreh in Indien
Puma entschuldigt sich für Graffiti auf denkmalgeschütztem Haus

Der Sportartikelhersteller ließ für einen Werbedreh in Indien Häuser mit Graffiti besprühen. Bei mindestens einem hätte Puma das lieber lassen sollen. 

Text: W&V Redaktion

15. November 2017

Schön bunt, der Werbespot für Puma in Indien. Doch mindestens eines der Häuser ist denkmalgeschützt.
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Bei Werbedreharbeiten für den deutschen Sportartikelhersteller Puma ist in der Altstadt von Indiens Hauptstadtregion Delhi mindestens ein denkmalgeschütztes Gebäude mit Graffiti besprüht worden. Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur entschuldigte sich das Unternehmen am Mittwoch dafür.

Mehrere Gebäude seien bei dem Dreh vor rund einem Monat beschädigt und verunstaltet worden, teilte die indische Organisation für Kultur- und Denkmalpflege INTACH mit. Davon seien mindestens zwei denkmalgeschützt und 200 bis 300 Jahre alt.

INTACH kündigte am Mittwoch eine Beschwerde bei den zuständigen Behörden an, nachdem eine Mitarbeiterin auf die Schäden an Sandstein, Kalkstein und dekorativen Ziegeln aus der Zeit des Mogulreiches aufmerksam geworden sei. In der Turnschuhwerbung für den indischen Markt sind Rapper, Tänzer und Graffiti-Künstler in Alt Delhi zu sehen.

Puma sprach in seiner Stellungnahme von einem betroffenen Gebäude. Dem Eigentümer sei nicht bekannt gewesen, dass sein Haus unter Denkmalschutz stand, als er sein Einverständnis zu der Aktion gegeben habe.

"Es war niemals unsere Absicht, Kunst auf einem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude aufzubringen", hieß es. "Wir entschuldigen uns dafür in aller Form und haben unsere Agentur damit beauftragt, das Gebäude in enger Abstimmung mit dem Eigentümer und den zuständigen Behörden in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen." (dpa)

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