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Plus-Size-Models
Riesige Protestwelle gegen Victoria's Secret

Die Plus-Size-Marke Navabi ist mit ihrer Kritik an Victoria's Secret nicht allein. Mit sieben Millionen Views schlägt der alternative Film des Trans-Models Nikita Dragun das Original um Längen.

Text: W&V Redaktion

11. Dezember 2018

Navabi steht für Body Positivity.
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Ed Razek, Marketingchef des Kultlabels Victorias's Secret, hat sich mit diesem Spruch in der US-Vogue ziemlich in die Nesseln gesetzt: "Wir versuchten [im Jahr 2000] ein TV-Spezial für Plus Sizes zu machen. Niemand hatte jemals Interesse daran - auch heute noch nicht."

Diese arrogante Haltung stößt nicht nur Navabi, einem Online-Shop für Premium-Mode ab Größe 42, böse auf. Auch andere Marken wie das britische Label Nunude protestieren gegen diese Haltung.

"Mehr als die Hälfte aller Frauen tragen große Größen und die Gesellschaft hat sich weiterentwickelt. Victoria's Secret hingegen hält sich Jahr für Jahr an die gleiche Formel, die sie seit der Steinzeit verwenden”, erklärt Navabi-CMO Dan Barker. "Ihre Einstellung zur Körpervielfalt ist so veraltet, dass man sie für einen schlechten Scherz halten könnte."

Deswegen hat der Onlineshop einen eigenen Film gedreht, im Stile von Victoria's Secret, aber mit Plus-Size-Frauen. Im Netz, etwa auf der Facebook-Seite von Navabi, kam das sehr gut an.

Das sind die Navabi's Angels:

Victoria's Secret macht weiter wie bisher:

In London hat es der Protest sogar auf die Straße geschafft. In der Oxford Street vor dem Victoria's-Secret-Laden formierten sich diverse Frauen, unterstützt von Nunude und der Organisation Love Disfigure.

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Auf Instagram gibt es zahlreiche Zeugnisse von Vertreterinnen der Body-Positivity-Bewegung, die mit ihren Aufnahmen gegen Victoria's Secret protestieren.

Ashley Graham ist eine von ihnen:

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Die Kritik kommt auch noch aus einer andere Richtung: von Trans-Models wie Nikita Dragun. Auch gegen Models wie sie sprach sich Razek aus. Der Spot, den Dragun via Instagram geteilt hat, kommt inzwischen auf mehr als 7 Millionen Views, weit mehr als der Victorias-Secret-Spot.

"Es kann mir wirklich egal sein, wen Victoria's Secret für ihre Modenschau gebucht hat. Ich verstehe, dass das ihre Marke ist und damit auch ihre Modenschau", erklärte Dragun in ihrer Instagram Story. "Für mich ist das Problem einfach die Tatsache, dass diskriminierende Kommentare gegenüber Trans-Frauen und fülligeren Frauen abgegeben wurden. Auch wir können Fantasien verkaufen. Das war für mich der nervige Teil."

Hier ist ihr Statement:

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