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In Australien
Samsung wird wegen irreführender Werbung verklagt

Die australische Wettbewerbsbehörde verklagt Samsung. Anders als in der Werbung dargestellt, seien die Smartphones des Herstellers gar nicht wasserdicht, lautet der Vorwurf. 

Text: W&V Redaktion

5. Juli 2019

Das Samsung S10 ist ein aktuelles Spitzenmodell des Konzerns.
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Dicht oder nicht? Diese Frage könnte teuer werden für Samsung. Die australische Wettbewerbsbehörde ACCC hat die dortige Tochter des südkoreanischen Handyherstellers verklagt. Der Grund: Die Werbung, welche Smartphones unter Wasser im Meer oder Pool zeigt, führe die Konsumenten in die Irre.

Samsung impliziere mit der Werbung, dass die Galaxy-Handys für den Gebrauch in jeder Art von Wasser geeignet seien, erläuterte der ACCC-Vorsitzende Rod Sims: "Das ist aber nicht der Fall." Die Auswirkungen von gechlortem Pool- oder salzigem Meerwasser auf die Smartphones seien nicht ausreichend getestet worden, heißt es in der Klage

Samsung weißt die Vorwürfe zurück und kündigte an, sich gegen das Verfahren zu wehren. Des Weiteren betonte der Konzern, australisches Recht eingehalten zu haben und allen Gewährleistungsverpflichtungen nachgekommen zu sein. 

Jeder Verstoß könnte bis zu zehn Millionen australischen Dollar kosten

Die Wettbewerbsbehörde verkündete hingegen, Samsung habe keine "ausreichende Grundlage" für die Behauptung, die Handys wären wasserdicht, weil das Unternehmen Garantien für einige Geräte mit Wasserschäden verweigert habe. 

Der Fall betrifft über 300 Werbungen, die über TV, Radio, Online und Social Media seit Februar 2016 verbreitet wurden. Betroffen sind 15 Geräte der Galaxy-Reihe, darunter auch die aktuelle S10-Serie. 

Jeder seit September 2018 begangene Verstoß könnte eine Strafe von bis zu zehn Millionen australischen Dollar (6,2 Millionen Euro) nach sich ziehen. Früher begangene Verstöße können mit bis zu 1,1 Millionen australischen Dollar geahndet werden. 

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