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Markenwert-Ranking
SAP bleibt Deutschlands wertvollste Marke

Zum dritten Mal veröffentlichen Kantar und WPP ihr Markenwert-Ranking "BrandZ Germany". Ganz oben steht wie bereits im Vorjahr SAP. Doch auf den Plätzen dahinter gibt es diesmal jede Menge Bewegung.

Text: W&V Redaktion

6. Februar 2020

SAP liegt erneut auf Platz eins im Markenwert-Ranking.
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Die 50 wertvollsten Marken Deutschlands sind insgesamt etwa 336 Milliarden US Dollar wert. Etwa zehn Prozent davon fallen auf SAP, der wie im Vorjahr wertvollsten Marke des Landes (wie der Wandel vom ERP-Dienstleister zur Top-Marke gelang, lesen Sie hier). Und während sich die Top 50 von den Namen her kaum geändert haben und mit Fielmann auf Rang 35 und Tchibo auf Platz 50 nur zwei Newcomer dazu gestoßen sind, tut sich in der Reihenfolge und in der Bewertung der Marken jede Menge. Das sind einige der wichtigsten Ergebnisse des heute veröffentlichten Markenwert-Rankings von Kantar und WPP.

Den größten Sprung nach vorn machte Adidas, das seinen Markenwert um 25 Prozent steigern konnte und nun auf Rang fünf rangiert. Auch der ewige Rivale Puma legte zu: Plus 19 Prozent stehen hier zu Buche und unterm Strich der 29. Platz. Ebenfalls deutlich nach oben ging es für Otto, Lenor und Bosch, die allesamt zweistellig zulegen konnten. Doch wo Gewinner sind, da gibt es immer auch Verlierer. Und das sind in den Top Ten BMW mit minus 13 Prozent und DHL mit minus elf. Abwärts ging es auch für Mercedes-Benz und Siemens.

Insgesamt ist der Gesamtwert der 50 wertvollsten Marken Deutschlands um etwa ein Prozent gesunken. David Roth, CEO von The Store WPP Emea & Asia, führt den Rückgang primär auf die derzeit unsichere ökonomische Lage in einigen Exportländern sowie auf Währungsschwankungen zurück. Dazu wirkt sich seiner Ansicht nach auch die momentane Unsicherheit bei Unternehmen und Konsumenten aus, die der eigentlich guten Wirtschaftslage nicht ganz zu trauen scheinen.             

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Kleidung und Handel hui, Auto und Finanzen pfui

Mit dem Aufstieg von Adidas und Puma dürfte bereits klar sein, in welcher Branche deutsche Marken den größten Sprung nach vorn gemacht haben. Satte 18 Prozent beträgt die Steigerung bei der Kleidung, damit liegt dieser Sektor deutlich vor dem Handel, der um neun Prozent zugelegt hat. Am deutlichsten abwärts ging es im Finanzsektor mit einem Minus von 17 Prozent, hier finden sich mit der Sparkasse und der Deutschen Bank nur noch zwei Unternehmen der Branche unter den Top 50. Ähnlich schlecht sieht in der Reisebranche, bei Pflegeprodukten und in der Logistikbranche aus. Deutschlands wichtigste Branche, der Automobilsektor, verliert insgesamt acht Prozent an Markenwert, hat aber mit Mercedes-Benz, BMW, Audi, VW und Porsche immerhin noch fünf Vertreten in den Top 20.

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International bleibt Deutschland wettbewerbsfähig 

Trotz des Rückgangs des Markenwertes um ein Prozent bleiben Deutschlands Marken stark. Die 30 stärksten Marken des Landes liegen in der Summe vor denen aus Ländern wie Frankreich, UK oder Spanien und immerhin 74 Prozent der Top 50 Deutschlands sind international breit aufgestellt. Von allen europäischen Ländern sind hier nur französische Unternehmen mit 82 Prozent noch aktiver. 

Obwohl die Automobilbranche hierzulande besondere Bedeutung hat, dominiert sie die Markenwelt nicht so stark wie es die wichtigsten Branchen in anderen Ländern tun. Deutschlands Autobauer sind für 22 Prozent des Markenwertes der Top 50 verantwortlich, das ist international der niedrigste Wert, den der jeweils wichtigste Wirtschaftsbereich erreicht. Zum Vergleich: In Frankreich sind 49 Prozent der wichtigsten Unternehmen im Luxus-Segment aktiv, in den USA 37 Prozent im Technologie-Sektor. Es zeigt sich also, dass Deutschland zumindest in Sachen Markenwert nicht so vom Automobilsektor dominiert wird wie eventuell befürchtet.

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