Anzeige

Studie
SAP wieder wertvollste deutsche Marke

Kantar und WPP veröffentlichen das jährliche Ranking der 50 wertvollsten deutschen Marken: SAP verteidigt die Position als wertvollste heimische Marke. 

Text: W&V Redaktion

1. Februar 2019

2018 veröffentlichten WPP und Kantar zum ersten Mal das Ranking der 50 wertvollsten deutschen Marken.
Anzeige

Das Marktforschungsunternehmen Kantar und der Medienkonzern WPP veröffentlichen zum zweiten Mal das "Top 50 BrandZ Markenwert-Ranking" für Deutschland. Die 50 wertvollsten deutschen Marken werden wie im vergangenen Jahr von SAP angeführt. Der Softwarehersteller erhöht den Markenwert gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf 50,9 Milliarden US-Dollar.

Damit durchbricht eine deutsche Marke erstmals die Schallmauer von 50 Milliarden Dollar. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen die Deutsche Telekom (41,2 Mrd. USD), BMW (25,2 Mrd. USD), Mercedes-Benz (23,4 Mrd. USD) und DHL (18,5 Mrd. USD). Mit DHL und EDEKA erhalten zwei Marken zudem Sonderpreise in den Kategorien "Healthiest Brand" sowie "Best Communication".

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

Der Gesamtwert der 50 wertvollsten deutschen Marken stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf nun 341 Milliarden Dollar. Diese Entwicklung unterstreiche die Rolle Deutschlands als führende Wirtschaftskraft in Europa, schreiben die Autoren. Lediglich die Top 50 der USA (3,2 Billionen USD) und Chinas (638 Mrd. USD) erzielen höhere Gesamtwerte als die deutschen Top 50. 

Deutsche Marken sind innovativ 

Der Erfolg vieler deutscher Marken gründe auf einer hohen Innovationskraft. Auch die Verbraucher nehmen laut der Studie die deutschen Top 50 Marken – anders als im Jahr zuvor – als besonders innovativ wahr.

Mit einem Durchschnittswert von 108 (der globale Durchschnitt liegt bei 100) rangieren deutsche Top-Marken – gemeinsam mit niederländischen Marken – in puncto Innovation im europäischen Vergleich an der Spitze. Die innovativste deutsche Marke mit einem Indexwert von 122 ist der Autovermieter Sixt (Rang 42 mit einem Markenwert von 1,4 Mrd. USD).

Bei emotionaler Bindung ist noch Luft nach oben 

Allerdings zeigt die Untersuchung auch, dass viele der weltweit erfolgreichen deutschen Marken gerade im Heimatmarkt damit kämpfen, eine emotionale Bindung zu den Konsumenten aufzubauen. Die emotionale Bindung liefert Aufschlüsse über die Bereitschaft der Verbraucher, auch zukünftig Produkte oder Dienstleistungen einer Marke zu kaufen – und dafür sogar einen vergleichsweise höheren Preis zu bezahlen.

Unter den Top 10 sogenannter "Love-Brands" deutscher Verbraucher befinden sich mit DHL und Lufthansa (Rang 30 im Ranking mit einem Markenwert von 2,3 Mrd. USD) nur zwei deutsche Marken. Internationale Marken wie Google, Amazon, Ikea, Samsung oder Facebook erfreuen sich bei deutschen Käufern ebenfalls großer Beliebtheit.

Beschreiben Verbraucher positive Eigenschaften deutscher Marken, stehen Faktoren wie Funktionalität, Zuverlässigkeit und Kundenservice im Vordergrund. Seltener werden deutsche Brands hingegen mit Attributen wie freundlich, lustig, mutig oder verspielt beschrieben.

Das verdeutliche die Schwierigkeiten der Konsumenten, eine tiefe, emotionale Verbindung zu einigen Marken aufzubauen, analysieren die Autoren. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der durchschnittliche "Love-Brand"-Index um 4 Punkte auf nun 106. Die Top 10 brachen im Vorjahresvergleich sogar um 7 Punkte ein.

Digitale Marken mit Wachstum 

Beeindruckendes Wachstum verzeichnen digitale und digital geführte Marken unter den Top 50: Online-Retailer Zalando belegt als Neueinsteiger mit einem Markenwert von 3,1 Milliarden US-Dollar Platz 21. Konkurrent Otto steigert den Markenwert im Vorjahresvergleich um 17% auf nun 1,1 Milliarden US-Dollar (Rang 48).

Eine weitere Marke, die das digitale Angebot im Zeitalter von Online-Buchungen erfolgreich in den Mittelpunkt gestellt hat, ist der auf Kreuzfahrten spezialisierte Reiseanbieter AIDA (Rang 47 mit einem Markenwert von 1,2 Mrd. USD).

Auch Reiseveranstalter TUI richtet sich – beispielsweise durch Investitionen in Softwareunternehmen wie Peakwork – immer stärker digital aus, um Angebote und Services kontinuierlich zu modernisieren und zu verbessern.

Die komplette Studie gibt es hier via App zum Download.

Anzeige