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Sexismus
Sarah Scheurich kämpft gegen Genderklischees

Wer schaut an Weihnachten nicht gern Cinderella? Gegen die Klischees, die dieser Märchenfilm Frauen auferlegt, wehrt sich die Organisation Pinkstinks, und nutzt den Boxsport als Vehikel. Mit im Ring: Sarah Scheurich.

Text: W&V Redaktion

11. Dezember 2020

Cinderella steigt mit Sarah Scheurich in den Ring.
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Fight back! Mit der Videokampagne "Cinderella vs. Fighterrella" setzt Pinkstinks, die Protest- und Bildungsorganisation gegen Sexismus und Homophobie, ein Zeichen gegen Geschlechterklischees im Allgemeinen und Sexismus im Sport. Von der Aktion hat sie die engagierte Boxerin Sarah Scheurich überzeugt, mehrfache deutsche Meisterin im Mittelgewicht. Die Kampagne soll das Bewusstsein für Benachteiligungen von Frauen schärfen.

Mein Sport, mein Körper

Sie solle sich die Arme rasieren, abnehmen, um einen Kerl abzukriegen, überhaupt lieber gar nicht boxen. Das alles hat sich Scheurig auf Instagram schon anhören müssen. "Aber es ist mein Körper", sagt sie für alle, die sich nicht so gut wehren können.

Sarah Scheurich zeigt auf ihrem Instagram-Account fighterrella ganz verschiedene Facetten von sich und ermutigt alle Frauen, sich vom Schönheitsdruck und Rollenklischees nicht klein machen zu lassen.

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Für die Kampagne haben Pinkstinks und ihre Kooperationspartner die Geschichte von Cinderella persifliert, die ein gutes Beispiel für Geschlechterklischees abgibt. Die Botschaft: Mädchen stehen immer in Konkurrenz zueinander und warten auf ihren Prinzen. Hauptsache: "schön".

Cinderella steigt in den Ring

Scheurich schmiedet gerne Allianzen zwischen Sportlerinnen, um sich gegen dieses Rollenverständnis von Frauen zu wehren. Cinderella war gestern, Fighterrella ist heute! Und so sieht das aus:

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Am Ende bringt Fighterrella Cinderella das Boxen bei. Das Video führt am Schluss übrigens auch noch den Hashtag #coachdonttouchme ein, den Sarah Scheurich mit anderen Sportlerinnen ins Leben gerufen hat. Er warnt vor sexuellem Missbrauch im Sport, noch so ein Tabuthema.

Die Videokampagne ist Teil des Projektes "Schule gegen Sexismus", das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.


Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.

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