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Valentinstag-Highlights
Sarkasmus statt Romantik: Die Werbung zum Valentinstag

Nach Romantik und Liebesglück sucht man fast vergebens bei den diesjährigen Valentinstags-Kampagnen. Stattdessen ist Sarkasmus angesagt. Marken legen den Fokus darauf, was bei Dating und Partnerschaft schief läuft.

Text: W&V Redaktion

13. Februar 2020

Botschaft von Twitter: Frust und Enttäuschung sind beim Dating die Regel. Auch am Valentinstag.
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Warum werben Marken eigentlich zum Valentinstag, wenn sie den "Purpose" dahinter gar nicht ernst nehmen? Diese Frage könnte man sich tatsächlich stellen, wenn man sich viele der diesjährigen Kampagnen so anschaut.

Die Antwort ist klar: Die kommerzielle Bedeutung des Valentinstags nimmt weiter zu. Laut einer Mastercard-Studie wächst die "Love Economy" um diesen Tag herum fünfmal schneller als die Weltwirtschaft. Allein in Deutschland sind hierbei die Ausgaben seit 2017 um 24 Prozent gestiegen. Die Zahl der Transaktionen im Vorfeld des Valentinstags (11.-14. Februar) ist laut Mastercard in den vergangenen drei Jahren um 44 Prozent gestiegen. Allein fürs Essen gehen geben die Deutschen dabei 40 Millionen Euro aus.

Wie viel Romantik dabei im Spiel ist, ist eine andere Frage.

Twitter ist derzeit in London mit einer Out-of-Home-Kampagne präsent, auf der Tweets mit den schrecklichsten Dating-Erfahrungen abgedruckt sind (Agentur: Flying Object).

Twitter zeigt mit seiner Valentinstag-Kampagne die (traurige) Dating-Realität.

Dass nicht nur beim Kennenlernen vieles schief läuft, davon sind die Inhaber der Weinmarke "Liar" überzeugt. Auch in Partnerschaften wird demnach viel zu viel gelogen. Was die Italiener zu dieser Kampagne inspiriert hat:

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Wenig romantisch geht es auch in diesem Spot der US-Dessousmarke Adore Me zu, in welchem es um die Frage geht, was sich Frauen wirklich wünschen zum Valentinstag (Agentur: Tank New York).

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Die Kondommarke Manforce warnt in ihrem Valentinstags-Spot vor neugierigen Blicken beim Liebesspiel (Agentur: ADK Fortune, Indien).

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Die Liebe ist nicht das einzige, was brennt: "The Alliance For Positive Health" lässt in den USA zum Valentinstag E-Cards verschicken, die eindrucksvoll vor Geschlechtskrankheiten warnen (ProtectValentinesDay). Verantwortliche Agentur ist Fingerpaint.

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Burger King verteilt an frisch getrennte (Neu-)Singles jeweils einen Gratis-Whopper. Allerdings nur gegen ein ausgedrucktes Foto des Ex-Partners. Das Angebot gilt in Burger-King-Filialen von New York, Los Angeles, San Francisco und Boston und ist zugleich eine Promotion für den Film "Birds of Prey" (Agentur: Mullen Lowe).

Burger King spendet frisch getrennten Singles Trost.

Penny bietet Kunden, die sonst bei anderen Discountern einkaufen, ein Untreueangebot: nämlich fünf Euro Rabatt. Hierzu muss man den Kassenbon der Konkurrenz vorlegen. Das Angebot gilt bei einem Einkauf ab 40 Euro:

Pennys Untreueangebot in Richtung der Netto-Kunden.

Das ist die Reaktion von Lidl darauf: "Liebe ist nicht käuflich!"

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Auch Henkel gibt der Liebe zum Valentinstag durchaus eine Chance - und fragt in seiner Kampagne für Gliss Kur: "Und wer zieht an Deinen Haaren?". Haare müssen bei Frischverliebten ja so einiges aushalten:

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Zum Schluss noch der ultimative Tipp für einsame Herzen: Die Kreativagentur Mullen Lowe Group hat für den Valentinstag ein Quiz aus dem Hut gezaubert, das sich auch prima als Matchmaking-Tool nutzen lässt: MatchM8.


Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

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