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Werbeverbot
Schweizer Junge Alternative will Plakatwerbung für Flugreisen verbieten

"Fliegen fügt der Umwelt und damit auch der Gesundheit dieser und künftiger Generationen schweren Schaden zu" - geht es nach den Junge Alternativen (JA!) in Bern, bekommt Werbung für Flugreisen zumindest deutliche Warnhinweise.

Text: Anonymous User

10. September 2019

Plakate wie diese bekommen Berner künftig vielleicht nicht mehr zu sehen
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Wer in der Schweizer Hauptstadt Bern Plakate für Flugreisen oder Autos platzieren will, könnte in Zukunft schlechte Karten haben. Denn die Junge Alternative (JA!) will Fliegen und Autofahren aufgrund des Klimawandels "unter keinen Umständen fördern", meldet Persoenlich.com. Aus diesem Grund soll der Gemeinderat auf öffentlichem Grund keine Plakate mehr zulassen, die für Flugreisen, Fluggesellschaften oder Autos werben. Darüber hinaus schwebt den Stadträtinnen Eva Krattiger und Seraina Patzen auch vor, dass Werbung für den Urlaub in fernen Ländern mit Warnhinweisen versehen werden muss. Ähnlich wie auf Zigarettenschachteln könnte es dann heißen: "Fliegen fügt der Umwelt und damit auch der Gesundheit dieser und künftiger Generationen schweren Schaden zu."

Die betroffenen Unternehmen haben allerdings Zeit, sich auf etwaige Werbeverbote vorzubereiten. Bis 2027 gelten die aktuell geltenden Plakatierungskonzessionen. Die JA!-Forderung kann daher erst im Rahmen der nächsten Konzessionsvergabe aufgenommen werden.

Bereits Anfang des Jahres gab es in Bern Widerstand gegen eine Plakatkampagne von EasyJet. Unbekannte hatten Werbeträger der Plakatgesellschaft APG aufgebrochen und gefälschte Easyjet-Plakate eingesetzt. Darauf stand zu lesen: "Zürich - Tel Aviv ab CHF 19.90. Koste den Luxus. Fliege über Flüchtlingsrouten, während Menschen auf diesen ertrinken. Zahle nichts an die Kosten der ökologischen Folgeschäden. Hilf mit den Klimawandel noch schneller voranzutreiben. Günstig und schnell. Ein Promo-Angebot von Easyjet."

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