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Werbe-Panne
Sexismusvorwurf: VW zieht Werbung in Südafrika zurück

VW hat Werbeärger in Südafrika. Der Vorwurf an die Automarke: In einem Radiospot vergleiche das Unternehmen Frauen mit Tieren.

Text: W&V Redaktion

29. November 2019

VW stoppt die umstrittene Werbung.
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Volkswagen (VW) in Südafrika hat eine Radiowerbung zurückgezogen, die Frauen mit wilden Tieren vergleicht. Das Advertising Regulatory Board (ARB), ein Selbstkontrollorgan der Werbewirtschaft, vertrat die Auffassung, dass sich die Werbung Stereotypen für Frauen bediene. Es forderte den Autokonzern auf, den Werbespot zurückzuziehen, was VW auch tat.

In der Werbung für den Pritschenwagen VW Amarok geht ein Mann mit seiner Partnerin einkaufen. Sie ist nur an Schuhen interessiert. Eine Stimme sagt in dem Spot: "Es ist Dämmerung und du bist in einem unbekannten Territorium, ringsum sind Raubtiere, die frische Beute jagen. Und sie haben sie gefunden. 50 Prozent Rabatt auf alle Schuhe. Sie greifen an, stürzen sich gnadenlos darauf", zitierte das ARB die Werbung. Dem Partner wird wie allen anderen Männer empfohlen, sich lieber in seinem "Lebensraum" aufzuhalten und zum VW-Händler zu gehen, der "großartige Angebote" für den VW Amarok habe.

Eine Frau reichte eine Beschwerde mit der Begründung ein, die Werbung sei extrem "sexistisch". In einem Umfeld wie in Südafrika, in dem übertriebene Männlichkeit Gewalt gegen Frauen fördere, sei dies schädlich. In Südafrika ist die Gewalt gegen Frauen extrem hoch. Dort wurden von Mitte 2017 bis Mitte 2018 nach Angaben der Polizei rund 50 100 Sexualdelikte gemeldet.

"Die Werbung war als Parodie oder Überspitzung gedacht", teilte VW Südafrika am Donnerstag mit. Man habe keinen "negativen Geschlechter-Stereotyp" kreieren wollen. Das Unternehmen habe die Entscheidung des ARB anerkannt und die Werbung zurückgezogen. (dpa)

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