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Nach dem strengen Lockdown
Sieben-Punkte-Papier: Markenverband will Öffnung

Der Markenverband hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ein Papier für eine Öffnungsstrategie nach dem strengen Lockdown übermittelt. Im Zentrum stehen sieben konkrete Forderungen.

Text: W&V Redaktion

24. Februar 2021

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Der Markenverband hat seine Empfehlungen zur Erarbeitung eines Eckpunktepapiers über eine mögliche Öffnungsstrategie an den Bundeswirtschaftsminister übermittelt. Laut Verband gehe es künftig darum, die Risiken der Corona-Pandemie effektiv zu managen und nicht darum, das Risiko auf null zu bringen. Denn: Letzteres erscheine derzeit nicht erreichbar.

Ausgehend von dieser Erkenntnis schlägt der Markenverband "sieben praktikable Kernstrategien" vor und plädiert dafür, nach dem Grundsatz "flexible Response" bei künftigen Ausbrüchen schnell und effektiv auf lokaler Ebene zu reagieren. Ziel müsse es sein, "die Bevölkerung nicht nur vor gesundheitlichen Gefahren, sondern auch vor den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen und Spätfolgen der Pandemie wirksam zu schützen."

Markenverbands-Präsident Franz-Peter Falke will so die weitgehende Öffnung der Wirtschaftsbetriebe, der kulturellen Einrichtungen, der Theater sowie der Schulen und Kitas erreichen.

Die 7 Kernforderungen des Markenverbands

1. Entwicklung eines relevanten Sets von Kennzahlen zur Bewertung der Lage in den einzelnen regionalen Gebieten (z.B. Inzidenz, R-Wert, Intensivbettenkapazität vs. Nutzung, Durchimpfung)

2. Klare Kontaktregeln für alle Zeiträume über 15 Minuten in geschlossenen Räumen und umfassende Implementierung plausibler Hygienekonzepte auf gesicherter Datenlage

3. Erarbeitung einer Strategie zur Impfbeschleunigung und entsprechend kurzfristige Umsetzung

4. Schutz der besonders Bedrohten/Gefährdeten erhöhen/beibehalten

5. Reduzierung der Kontaktübertragung durch Identifikation der Überträger (Schnelltests) und Meldung der positiven Ergebnisse

6. Übertragungsinformation durch App und digitalisierte Nachverfolgung sicherstellen

7. Einsatz von technischen Hilfsmitteln (z.B. Luftreiniger, Frischluftanlagen, CO2-Messgeräte) insbesondere in Fabriken, Büros, Schulen, Hochschulen, Kitas aber auch in Hotels oder Restaurants


Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

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