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Trendwende
Silvester: Deutsche kaufen weniger Sekt und Knaller

Die typischen Silvesterklassiker schwächeln. Deutschland kauft weniger Sekt und Silvesterknaller. Dieser Trend wurde bereits vor der aktuellen Böller-Debatte eingeleitet. 

Text: W&V Redaktion

28. Dezember 2018

Rotkäppchen-Mumm ist in Deutschland Marktführer in der Kategorie Sekt. Zu dem Mittelständler gehören die Marken Rotkäppchen, Jules Mumm, Mumm, MM, Geldermann und Kloss & Foerster.
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Werden die Deutschen zu Silvester etwa immer vernünftiger? So zumindest lesen sich die aktuellsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Das hat ermittelt, dass Deutschland weniger Geld für seine traditionellsten Silvesterbegleiter Schaumwein und Feuerwerk ausgibt. 

Gin, Whisky und Tee statt Sekt?

2017 kauften die Deutschen 286 Mio. Liter Sekt, Prosecco und Champagner, was 381 Mio. 0,75-Liter-Flaschen entspricht. Das sind 5,6 Mio. Liter beziehungsweise 5,2 Prozent weniger als im Jahr davor.

Ob tatsächlich weniger Alkohol getrunken wird, oder ob statt Sekt mehr Hochprozentiges wie Gin (zum Beispiel von Joko Winterscheidt) oder Whisky (aus Irland) fließt, lässt die Statistik offen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Konsum dieses Jahr weiter zurückgeht. Schließlich hat Vorwerk gerade eine neue Silvester-Getränkekategorie erfunden: Tee-Cocktails

Fast 100 Prozent China-Import

In diesem Jahr wird so groß wie nie diskutiert, ob die vielen Böller wirklich sein müssen. Nicht nur immer mehr Bürger, auch einige Einzelhändler, etwa von Rewe oder Hagebau, boykottieren die Tradition inzwischen und kaufen oder verkaufen erst gar keine Knaller mehr. Vom Netz werden sie dafür gefeiert.

Dabei ist der Umsatz mit Böllern bereits im vergangenen Jahr zurückgegangen. 2017 wurden rund 42 800 Tonnen Feuerwerkskörper im Wert von 103,6 Mio. Euro nach Deutschland eingeführt. Gegenüber dem Vorjahr sank die importierte Menge um 2,1 Prozent. Mit 97 Prozent stammt übrigens die überwältigende Mehrheit aus China.  

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