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Coronavirus und die Folgen
So bekämpfen Kreative Fremdenfeindlichkeit

Nicht nur das Coronavirus verbreitet sich rasend schnell. Auch die rassistischen Anfeindungen gegen Menschen asiatischer Herkunft steigen. Jetzt wenden sich Kreative erstmals gegen diese Art von Rassismus.

Text: Anonymous User

12. März 2020

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Mit den steigenden Fallzahlen beim Coronavirus, steigen weltweit auch Berichte über Anfeindungen gegen Menschen mit asiatischen Wurzeln. Unter dem Hashtag #iamnotavirus beklagen immer mehr Personen asiatischen Hintergrunds auf sozialen Plattformen fremdenfeindliches und rassistisches Verhalten und berichten von Angriffen und Beleidigungen auf offener Straße.

Doch inzwischen macht sich gegen die steigende Xenophobie in der Bevölkerung Widerstand breit. In Spanien hat eine Gruppe von Kreativen unter der Federführung von DDB Spain dazu aufgerufen, mit speziell designten Atemschutzmasken gegen Rassismus zu kämpfen. Erste Exemplare, die von YesOuh Yeah Apparel produziert werden, zeigen Aufdrucke wie "Proudly made in China" oder "#Iamnotavirus". Bislang haben sich Kreative und Designer von Agenturen wie TBWA, Anomaly, Marcel und Droga5 an der Aktion beteiligt.

"Stop the Spread" - gegen die Verbreitung von Rassismus

Auch das Chinese Canadian National Council für soziale Gerechtigkeit klinkt sich mit einer Kampagne in den Kampf gegen Rassismus ein. Zu sehen ist eine Flasche Handdesinfektionsmittel mit der Aufschrift "Stop the Spread". Während man beim ersten Hinschauen noch denkt, das Coronavirus sei gemeint, erkannt man auf den zweiten Blick, dass damit Aktionen gegen die asiatische Community gemeint sind. Die üblichen Aufschriften von Desinfektionsmitteln wurden ersetzt durch Hinweise wie "Schützt gegen toxisches Verhalten", "Funktioniert am besten mit gesundem Menschenverstand" oder "(Intoleranz) von Kindern fernzuhalten".

Die Flaschen wurden am 3. März in hochfrequentierten Gegenden in Toronto verteilt, darunter Chinatown, Yonge-Dundas Square und Nathan Phillips Square. Für die kreative Umsetzung zeichnet die Agentur The Hive verantwortlich, die die Aktion pro bono unterstützte.

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Autor: W&V Redaktion

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