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W&V Data-Werberanking
So klotzt Walt Disney beim Werbedruck

Ob Dazn, Netflix oder Disney – alle schmieden gerade große Streaming-Pläne. Doch nur Disney macht richtig Werbedruck, wie das W&V Data-Ranking zeigt. Die Konkurrenz setzt lieber auf Einsparkurs.

Text: W&V Redaktion

24. Juni 2020

Walt Disney ist mit Abstand der werbestärkste Streaminganbieter. Zum Angebot gehört auch "The Mandalorian"/Star Wars.
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Gerade erst hat Walt Disney angekündigt, in Deutschland wie in einigen anderen Ländern keine Probe-Abonnements mehr anzubieten, sondern Interessenten gleich zu zahlenden Kunden zu machen (siehe auch hier auf wuv.de). Netflix will zum Juli die 200-Millionen-Grenze an Abonnenten knacken; in Deutschland, dem fünftgrößten Markt für Netflix, sollen es dann 8,2 Millionen sein (mehr dazu hier). Und Dazn hat sich gerade bis 2025 die Live-Rechte für die Freitags- und Sonntagsspiele der Fußball-Bundesliga gesichert (siehe hier). Die Geschäfte im Video-Streaming-Markt laufen gut, entsprechend üppig wird geplant.

Weniger üppig sieht es dagegen in puncto Werbung aus. Die Werbebereitschaft der Filmeanbieter liegt– wie in vielen anderen Segmenten – klar unter den Spendings im Vorjahr: Das nachstehende W&V Data-Ranking zeigt: Die Werbeausgaben von Netflix  sind um 41 Prozent zurückgegangen, die von Dazn (Perform Investment) sogar um 67 Prozent, bezogen auf den Zeitraum Januar mit Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Basis für das untenstehende W&V Data-Ranking ist das aktuelle W&V Data Dashboard zu den Spendings der wichtigsten Branchen und ihrer Player.

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Ganz anders Disney: Wie das obenstehende W&V Data-Ranking zeigt, hat Disney den Werbedruck um satte 154 Prozent erhöht. Für die Monate Januar mit Mai 2020 hat Disney 29,3 Mio. Euro brutto in Werbung investiert, hauptsächlich in TV.

Damit ist der Konzern nicht nur klar die Nummer eins im W&V Data-Ranking. Das bisherige Werbevolumen für fünf Monate hat bereits den Betrag übertroffen, den Disney 2019 gesamt investiert hat, nämlich 27,8 Mio. Euro.

Wie die anderen Streaminganbieter ihr Werbeverhalten gegenüber Vorjahr verändert haben und wie viel sie aktuell in welchen Werbekanälen lassen, sehen Sie in unseren Dashboards auf W&V Data.

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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann vor allem die Themenumfelder in der Printausgabe von W&V, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Zum Verlag W&V kam Christiane 2001, damals wahrscheinlich noch mit Klapphandy. Seitdem verfolgt sie vor allem, wie Medien und Mediennutzung die Gesellschaft verändern.

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