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Marketing im Mittelstand
So neu startet Rodenstock ins Jahr 2019

Der Münchner Mittelständler Rodenstock erfindet sich mit einer Kampagne neu und zitiert darin seine eigene Historie.

Text: W&V Redaktion

2. Januar 2019

"Inspiriert von der Vergangenheit, gemacht für die Zukunft" lautet die neue Rodenstock-Positionierung
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Es sind Bilder, die modern wirken und doch irgendwie etwas Altmodisches in sich tragen. Fotos, die sehr fashionlastig sind. An Glamour und Luxus erinnern und die vor allem in Hochglanzmagazinen wirken. Mit einem Traditionsunternehmen, dass sich vor allem auf sein Handwerk, seine Genauigkeit und seine Qualität beruft, haben sie wenig gemein.

Und doch steht hinter der neuen Brillenkampagne der deutsche Mittelständler Rodenstock. Unübersehbar, denn der Name des Gründers prangt mit neuem Selbstbewusstsein groß über den Bildern.

Rodenstock erfindet sich mit seiner Kampagne, die pünktlich zum Jahreswechsel startet, gerade neu.

Für den Endverbraucher läuft die Kampagne, die durch die Agentur Imagespy konzipiert und gemeinsam mit dem Fotografen Alex Schier produziert wurde, in modeaffigen Magazinen und wendet sich sowohl an Frauen als auch Männer. Das gesamte Roll-Out des Werbeauftritts wird durch die Lead-Agentur Serviceplan betreut und umgesetzt. Wie die Kollektion selbst umweht auch die Kampagne ein Hauch von Retro. Die Zitate der Vergangenheit hat Rodenstock zum neuen Markenkern erhoben und will dich somit schärfer positionieren und von der Konkurrenz im Premiumsegment abheben.

Der Rahmen, aus dem sich das Rodenstock-"R" erhebt, findet in den Motiven keine Verwendung mehr. Stattdessen kündet der vollständige Name von einem neuen Selbstbewusstsein. Neben der Printkampagne laufen umfangreiche Maßnahmen im Netz - von SEO über Social Media. Zudem werden nationale Tageszeitungen bestückt.

Was sich gewandelt hat

Es ist noch gar nicht so lange her, da ging es dem Münchner Traditionsunternehmen Rodenstock nicht gut. Im Jahr 2010 drohte sogar die Insolvenz. Doch seitdem hat sich bei dem Brillenfassungen- und Gläserhersteller vieles geändert.

Auch die Zahlen. Die stimmen wieder. 2017 machte das Unternehmen 416 Mio. Euro Umsatz, bei einem Ergebnis von 82 Mio. Euro. Für das Jahr 2018 rechnen die Rodenstock-Manager mit einem Plus von drei bis vier Prozent. Dann soll die 90 Mio. Euro-Grenze geknackt werden. Für 2019 sind sogar die 100 Mio. Euro angepeilt.

Die Fassungen, die Gegenstand der aktuellen Kampagne sind, machen nur rund 10 bis 15 Prozent des Umsatzes von Rodenstock aus. Das große Geschäft macht das 1877 gegründete Unternehmen mit Gläsern. Hier hat sich Rodenstock vor allem auf Gleitsichtgläser spezialisiert und setzt dabei auf die Beratung durch die Partner-Optiker.

Zudem hat Rodenstock zuletzt ein Vermessungsgerät auf den Markt gebracht, mit dem der Optiker hochindividuell das Auge seines Kunden vermessen kann. Die Daten leitet das Gerät dann unmittelbar an die Herstellung weiter.

Mittelstandsmarken wie Rodenstock stehen am 2. April in Hamburg im Mittelpunkt der W&V MAKE - Konferenz für mittelständische Entscheider

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