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Elektromobilität
Sono präsentiert Serienmodell des Solarmobils Sion

Der Münchner E-Auto-Hersteller Sono Motors führt das Seriendesign seines Elektroautos vor. In die Karosserie sind Solarmodule integriert.

Text: W&V Redaktion

4. März 2019

Nun steht fest, wie das Seriendesign des Solar-Autos aussehen wird: Sono Motors präsentiert den Sion.
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Bereits 2017 hat das Münchner Start-up Sono Motors den Prototypen des Sion vorgestellt - und angekündigt, 2019 in Serie zu gehen. Bis heute haben nach Unternehmensangaben rund 9500 Menschen das Elektroauto mit Solarzellen vorbestellt und abgezahlt. Nun präsentiert Sono das finale Seriendesign - vor allem Online (auf seiner Webseite und bei Facebook).

Im Mittelpunkt steht die Integration der Solarmodule: Das mit einem Elektromotor betriebene Fahrzeug lässt sich zusätzlich mit Sonnenlicht aufladen, die Solarzellen sind in die Karosserie integriert. Sono Motors verspricht damit bis zu 34 Kilometer zusätzliche Reichweite, regulär soll der Sion nach Angaben des Unternehmens maximal bis zu 255,0 Kilometer mit einer Ladung schaffen. Berufspendler, teilt Sono mit, legen durchschnittlich zum Arbeitsort etwa 17 Kilometer zurück.

Sono hat ein Verfahren entwickelt, das die Solarzellen praktisch nahtlos mit der Fahrzeugoberfläche verschmelzen lassen. "Seit der Vorstellung unseres ersten Prototypen im Sommer 2017 haben wir die Technologie zur Solar-Integration, an der wir seit 2016 arbeiten, konsequent weiterentwickelt", sagt Mathieu Baudrit, Leiter Forschung und Entwicklung Solar-Integration. Die verwendeten Solarzellen seinen in ein strapazierfähiges und unempfindliches Polymer eingebettet, erläutert der Entwickler.

Die Serienvariante des Sion wird außerdem ein wenig größer als der Prototyp. Er wird größer, länger und breiter, teilt Sono mit, außerdem bekomme die Serienversion des Solar Electric Vehicle (SEV) mehr Fußraum und mehr Innenraum.

Ebenso wie die Startfinanzierung basiert auch die Entwicklung auf der Crowd: Die Kunden, die schon seinen Sion reserviert haben, können sich online an Entscheidungen über ausgewählte Fahrzeugdetails beteiligen und darüber abstimmen.

Elektrisch betrieben, mit Solar - und Sharing

Abgesehen von den Emissionen, die Sono Motors mit dem Elektroauto einsparen helfen will, hat  das Münchner Unternehmen beschlossen, über Klimaschutzprojekte die bei der Produktion des Sion entlang der Lieferkette anfallenden Emissionen zu kompensieren.

Was weitere zeitgemäße Ausstattungsmerkmale betrifft, setzt Sono Motors zum Beispiel auf Konnektivität und integrierte Sharing-Optionen für das Fahrzeug selbst oder die dort gespeicherte Energie. Dabei kooperiert Sono Motors mit Bosch. Der Hersteller produziert die zentralen Steuereinheit und die software-basierte Lösung für die intelligente Vernetzung des Sion.

"Zukunftsfähige Mobilität muss klima- und ressourcenschonend konzipiert und insgesamt deutlich effizienter gestaltet werden als bisher", sagte Roberto Diesel, Chief Technology Officer von Sono Motors, anlässlich der Bekanntgabe der Kooperation mit Bosch Ende Januar. "Private Fahrzeuge bleiben durchschnittlich 23 Stunden am Tag ungenutzt. Sie verschärfen die Problematik knappen innerstädtischen Parkraums und werden häufig von nur einer Person genutzt. Zentraler Bestandteil unseres Fahrzeugkonzepts sind deshalb die integrierten Mobilitätsfunktionen."

Weitere Partner von Sono Motors sind Continental als Zulieferer für das elektrische Antriebssystem sowie die Elring Klinger im Bereich Batterieentwicklung und -produktion.

Sono Motors plant auf der Plattform des Sion weitere Fahrzeuge, etwa in den Bereichen urbane Mobilität, Logistik und Transport oder Last Mile, auch für den internationalen Markt. Das hier gezeigte Modell des Sion wird zum Marktstart in einer Ausstattungsvariante zum Preis von 25.500 Euro ausgeliefert. Ursprünglich hatte Sono 20.000 Euro als Verkaufspreis angepeilt.

Und sich auch schon mal (via Social Web) mit den Großen der Branche angelegt: "Monkeygate" bei VW nahm Sono zum Anlass für dieses Motiv. Werbung schaltet Sion bisher nicht.

Mit einem frechen Motiv reagierte Sono 2018 auf einen VW-Skandal.

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