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Spotify startet neues Promo-Modell für Künstler und Labels

Künftig können zunächst in den USA Künstler und Musik-Labels einzelne Songs für eine Promo-Aktion kennzeichnen: Diese werden dann von Spotify häufiger ausgespielt. Dafür werden auch Gebühren fällig.

Text: W&V Redaktion

3. November 2020

Künstler und Labels können künftig den Spotify-Algorithmus stärker beeinflussen.
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"Hörer genießen Spotify aus dem Grund, weil wir ihnen Musik vorstellen, in die sie sich verlieben können - einschließlich Musik, die sie sonst vielleicht nicht gefunden hätten", schreibt der schwedische Musik-Streamingdienst in seiner Ankündigung des neuen Promo-Modells für Künstler und Musik-Labels.

Diese können jetzt in den USA bestimmte Titel kennzeichnen, die sie bewerben wollen. Die Songs werden dann von dem Spotify-Algorithmus stärker wahrgenommen und häufiger an Hörer ausgespielt. Dieser neue Service ist keine kostenpflichtige Werbung. Labels oder Rechteinhaber müssen aber für die Auflistung in den Playlists der Spotify-Nutzer eine Art Lizenzgebühr zahlen, die aufgrund des geänderten Algorithmus zustande kommen.

Das Promo-Modell startet zunächst nur in ausgewählten Bereichen der Spotify-App wie Spotify Radio oder Autoplay. Gesponserte Titel werden weder algorithmisch noch redaktionell in anderen Wiedergabelisten angezeigt - Spotify schließt eine Ausweitung auf diese Bereiche aber nicht aus. Mit der Promo-Aktion möchte der Musik-Streaminganbieter vor allem kleine Künstler und Labels unterstützen, mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

Spotifys großes Geheimnis: Der Algorithmus

Tatsächlich treibt Spotify jeden Monat 16 Milliarden Künstlerentdeckungen voran, was bedeutet, dass Spotify-Nutzer 16 Milliarden Mal im Monat Songs eines Künstler hören, den sie noch nie zuvor auf Spotify gehört haben. Der Algorithmus ist das große Geheimnis, das Spotify immer erfolgreicher macht.

Anhand einer Grafik erklärt Spotify, wie die personalisierten Musik-Empfehlungen entstehen:

Spotifys großes Geheimnis: Der Algorithmus.

Demnach enthalten die personalisierten Empfehlungen mehrere Dinge: Was Nutzer wann hören, welche Songs sie zu ihren Wiedergabelisten hinzufügen, die Hörgewohnheiten von Menschen mit ähnlichem Geschmack und vieles mehr. Um Algorithmen zu erstellen, die den richtigen Song zur richtigen Zeit liefern, berücksichtigt Spotify auch weniger offensichtliche Faktoren: Dinge wie die Tageszeit oder die Reihenfolge, in der die Songs oder Podcasts anhört werden oder das Veröffentlichungs-Datum eines Songs.


Autor: Nadia Riaz

volontierte bei W&V und Kontakter, war anschließend Redakteurin bei LEAD, wo sie ihre Begeisterung für Digital- und Tech-Themen entdeckte. Nadia hat München für Hamburg ausgetauscht und schreibt jetzt als freie Autorin für W&V am liebsten über Blockchain und KI.

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