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Lieber spät als nie
Starbucks erhebt bundesweit Gebühr auf Pappbecher

Starbucks führt an allen deutschen Standorten dauerhaft eine Gebühr von 5 Cent auf Pappbecher ein. Ob sie dem Einwegbecher-Wahnsinn ein Ende bereitet?

Text: W&V Redaktion

7. Januar 2020

Starbucks hat schon seit längerem mit erheblichen Imageproblemen zu kämpfen.
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Die bundesweite Einführung folgt auf eine zweimonatige Testphase in Hamburg und Berlin, bei der sich die Bestellungen im umweltfreundlicheren Mehrwegbecher verdoppelt haben. Die eingenommenen Gebühren will Starbucks vollständig an den WWF spenden. 

Die Gebühr für Heißgetränke-Pappbecher gilt bei Starbucks von heute an (7.1.) bundesweit.

Die Testphase in Hamburg und Berlin lief seit dem 5. November. Nach Angaben von Starbucks stieg dabei der Anteil der Bestellungen, die in mitgebrachten, wiederverwendbaren Bechern ausgegeben wurden, von 2,5 Prozent auf 6 Prozent. Starbucks bietet Gästen, die sich ihr Getränk im Mehrwegbecher servieren lassen, schon seit jeher 30 Cent Rabatt.

WWF zeigt sich von Testergebnissen positiv überrascht

"Es ist unser erklärtes Ziel, die Anzahl an Pappbechern zu reduzieren", sagt Kai Bordel, Managing Director Starbucks Germany. "Die Bechergebühr erweist sich hier als wirkungsvolle Ergänzung zu unseren Rabattangeboten."

"Wir haben den Testlauf der Bechergebühr mit Spannung verfolgt und sind von den vielversprechenden Ergebnissen positiv überrascht“, sagt auch Bernhard Bauske, Projektkoordinator Plastikmüll beim WWF Deutschland. "Wir wollen aber, dass noch deutlich mehr Menschen wiederverwendbare Becher nutzen – und die Bechergebühr zeigt hier erkennbar Wirkung."

Starbucks hat schon seit längerem mit erheblichen Imageproblemen zu kämpfen. Immer wieder protestieren Umweltaktivisten gegen die Flut von nicht wiederverwertbaren Pappbechern.

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