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Nachhaltigkeit
Starbucks testet Gebühr für Becher

Starbucks führt eine Gebühr von fünf Cent auf Pappbecher für Heißgetränke ein, vorerst allerdings nur in Hamburg und Berlin. Dafür wird es an anderer Stelle deutlich billiger.

Text: W&V Redaktion

5. November 2019

Starbucks führt eine Gebühr von fünf Cent auf Pappbecher für Heißgetränke ein, vorerst allerdings nur in Hamburg und Berlin.
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Fünf Cents für Pappbecher, zumindest wenn die Wahl auf Heißgetränke fällt und man die in Hamburg oder Berlin konsumiert: Das Unternehmen Starbucks testet ab sofort die Einführung einer Gebühr von fünf Cent für bestimmte Einweg-Becher und spendet die eingenommenen Beträge nach eigenen Angaben vollständig an den WWF und dessen Projekte zur Bekämpfung von Plastikmüll. Das Unternehmen will auf diese Weise möglichst viele Gäste motivieren, auf Mehrweg zu setzen, heißt es von Unternehmensseite.

Auf Mehrweg umsteigen

Mit Einführung der Bechergebühr reduziert Starbucks zudem in den entsprechenden Coffee Houses den Preis für den Reusable Cup von 2,50 Euro auf 1 Euro – so können auch Gäste, die keinen eigenen Becher dabei haben, spontan und ohne großen Kostenaufwand auf Mehrweg umsteigen.

"Es ist unser erklärtes Ziel, die Anzahl an Pappbechern zu reduzieren, und die Einführung der Bechergebühr ist dabei für uns der nächste logische Schritt. Wir wollen die Aufmerksamkeit unserer Gäste noch stärker auf die Möglichkeit lenken, ein Getränk im umweltfreundlichen Mehrwegbecher zu bestellen – und damit nicht nur 30 Cent zu sparen, sondern vor allem auch etwas Gutes für die Umwelt zu tun", sagt Kai Bordel, Managing Director Starbucks Germany. 

In Großbritannien hat Starbucks bereits im Juli 2019 die Bechergebühr in allen Coffee Houses eingeführt und die Ergebnisse sind vielversprechend. Nun beobachtet das Unternehmen, welche Erkenntnisse der Testlauf, der bis Ende des Jahres in Hamburg und Berlin stattfindet, für den deutschen Markt liefert. 

"Wir sind davon überzeugt, dass die Bechergebühr noch mehr unserer Gäste veranlasst, das eigene Verhalten zu überdenken. Wir möchten hier als Vorbild für die Branche vorangehen und sind offen dafür, Erkenntnisse aus der Testphase zu teilen", so Kai Bordel weiter.

Rabatt für Nutzer von Mehrweg-Bechern

WWF beobachten den Testlauf ebenfalls mit großem Interesse: "Wir wollen, dass möglichst viele Menschen wiederverwendbare Becher nutzen, wenn sie unterwegs Kaffee trinken. Wir hoffen, dass eine Bechergebühr zusätzlich zu den bereits gewährten Rabatten für Mehrwegnutzung manchen zu einem Umstieg auf Mehrwegbecher motiviert", sagt Bernhard Bauske, Projektkoordinator Plastikmüll des WWF Deutschland.

Bereits seit Gründung des ersten Coffee House in Deutschland bietet Starbucks Gästen, die sich ihr Getränk im Mehrwegbecher servieren lassen, 30 Cent Rabatt. Das Unternehmen fördert Initiativen von Behörden und NGOs, die sich für eine größere Akzeptanz von Mehrwegbecher-Systemen einsetzen, wie die "Better World Cup Initiative" in Berlin oder den "Kehrwiederbecher" in Hamburg, und unterstützt Projekte und Unternehmen, die an der Herstellung von recyclebaren und kompostierbaren Bechern arbeiten.

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