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Diversität in der Werbung
Starbucks UK wirbt sich ins Herz der Trans-Community

Dass die US-Kaffeekette Starbucks jeden Kunden nach seinem Namen fragt, mag manchem nervig erscheinen. Für Trans-Menschen aber kann es mitunter eine wunderbare Erfahrung sein.

Text: Anonymous User

7. Februar 2020

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Mehr Diversität in der Werbung: Die US-Kaffeekette Starbucks greift in einem neuen TV-Spot ein immer größer werdendes gesellschaftliches Problem auf. Wenn nämlich Trans-Menschen ihre neue Identität annehmen, dann tun sich Familie und Freunde oft schwer damit, diese Person auch mit neuem Namen anzusprechen. Und das verletzt.

In der neuen Starbucks-Kampagne ist unter dem Hashtag #whatsyourname zu sehen, wie ein Teenager stutzt, wenn er nach seinem Vornamen gefragt wird. Außerdem wird gezeigt, wie der Postbote, ein Arzt und sogar der eigene Vater den Teenager "Jemma" nennen, obwohl es diesem sichtlich unangenehm ist. Bei Starbucks nennt der Teenager dann  - mit absichtlich tiefer Stimme - seinen wirklichen Namen: "James". Und als auf dem Becher dann auch sein echter Name steht, geht ein Leuchten über sein Gesicht.

"Dass wir bei Starbucks deinen Namen auf den Becher schreiben, ist für uns das Zeichen, dass du wirklich herzlich willkommen bist", schreibt Starbucks UK auf Twitter. "Und du bist willkommen, egal wer du bist." Die trans Community nimmt diese Idee dankbar auf. "Starbucks war der erste Ort, wo ich meinen neuen Namen ausprobierte", twittert ein User. "Danke dafür und dafür, dass ihr auch eure trans Mitarbeiter so gut behandelt. Es wäre schön, wenn man diese Kampagne auch in den USA sehen würde.

Starbucks UK und die Werbeagentur Iris London haben für den Spot schon im Jahr 2019 den "Diversity in Advertising Award" von Channel 4 bekommen. Jetzt läuft die Kampagne auch auf den öffentlich-rechtlichen Sendern in Großbritannien.


Autor: W&V Redaktion

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