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Investition
Startup-Einstieg: Katjes greift bei Cookie Bros. zu

Der Süßwarenkonzern Katjes traut sich an ein neues Produkt: Cookie Bros, Keksteig aus dem Kühlregal zum sofortigen Verzehr. Allerdings stellt es den nicht selbst her.

Text: W&V Redaktion

19. Dezember 2018

Die Sugar Daddies-Gründer.
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Die Großen der Lebensmittelbranche schauen alle in Richtung Startups, um nicht den Anschluss an die neuesten Ernährungs- und Konsumtrends zu verpassen. Auch Katjes-Fassin (mit den Marken Katjes, Wick, Sallos) geht jetzt diesen Weg und steigt mit zehn Prozent bei den nordrhein-westfälischen SD Sugar Daddies ein. "Wir sind sehr glücklich, mit der Katjes Deutschland einen kompetenten und erfahrenen Investor im Bereich Süßwaren als Partner gewonnen zu haben. Gemeinsam wollen wir unsere Produkte noch besser machen und unser Sortiment weiter ausbauen."

Paul Richrath, Mark Mühürcüoglu, Max Kolvenbach und Christian Düren haben die Firma vor einigen Jahren gegründet, um damit einen Kindheitstraum wahr werden zu lassen: unbegrenzt Kuchenteig naschen - und das völlig ohne gesundheitliche Bedenken. Zwei Produkte haben sie im Angebot: Cookie Bros und O-Mochi. O-Mochi ist italienische Eiscreme gehüllt in traditionell japanischem Reisteig. Derzeit ist es in rund 300 Filialen deutschlandweit erhältlich.

Der Keksteig aus dem Kühlregal wird ab dem kommenden Jahr in mehr als 1.000 Märkten deutschlandweit angeboten. "Dieser Supertrend aus den USA wird auch in Deutschland durchschlagen", erwartet Tobias Bachmüller, Geschäftsführender Gesellschafter von Katjes.

Demnächst sind die Cookie Bros bei Edeka Südwest im Regal:

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In Berlin hatte eine Gründerin eine ähnliche Idee. Allerdings bietet sie das Nascherlebnis zum Löffeln im eigenen Café an. Auch sie will expandieren.

In diesem Jahr gab es bereits einige Beispiele von Lebensmittelherstellern, die sich mit Startups zusammengetan haben. Dr. Oetker müsste jüngst allerdings eine Pleite einräumen. Das Startup Kuchenfreude war als  Online-Bestellshop für Kuchen und Torten gedacht, schließt nun aber nach rund eineinhalb Jahren. "Leider konnte die Nachfrage auf Konsumentenseite nicht in dem Maße erzielt werden, die für einen wirtschaftlichen Erfolg langfristig benötigt wurde", ließ der Konzern gegenüber dem Fachmagazin NGIN Food verlauten. Dr. Oetker, der in Berlin ein Digital-Labor betreibt, will der Digitalisierungsstrategie jedoch treu bleiben. 

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