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FC Arsenal London
Streit um "Visit Rwanda"-Sponsoring beim FC Arsenal

Rund 34 Millionen Euro steckt Ruanda in seine dreijährige Sponsoring-Partnerschaft mit dem Premier-League-Club. Die Meinungen darüber sind gespalten.

Text: W&V Redaktion

30. Mai 2018

Der "Visit Rwanda"-Schriftzug wird künftig am Ärmel von Mesut Özil & Co zu sehen sein.
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Der mediale Shitstorm war irgendwie vorhersehbar. Ruanda, eines der ärmsten Länder der Welt, das seit Jahren Entwicklungshilfe bekommt, sichert mit Sponsoringgeldern künftig die Millionengehälter englischer Fußballprofis?

Dass man da erst mal die Miene verzieht, mag verständlich sein, zumal die Menschenrechtslage in dem Land bedenklich ist. Dennoch offenbart der Shitstorm, der sich nach Bekanntwerden des Deals mit dem FC Arsenal entfachte, die Stereotype und festgefahrenen Vorstellungen vieler Europäer.

Denn man muss auch wissen:

Ruanda ist eines der schönsten Länder Afrikas mit einer boomenden Tourismusindustrie: 90000 Menschen arbeiten in dem Sektor. In den kommenden sechs Jahren soll der Umsatz von umgerechnet 400 auf 800 Millionen US-Dollar verdoppelt werden. Das wird ohne entsprechende Marketingmaßnahmen nicht möglich sein. Die Hauptattraktion des Landes sind drei Nationalparks mit einer wachsenden Population von Berggorillas.

Die Volkswirtschaft Ruandas wächst so schnell wie kaum eine andere auf dem Kontinent. "Ruanda hat in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Entwicklungsfortschritte gemacht. Die Regierung zeigt ein hohes Maß an Entwicklungsorientierung und bringt Reformen aktiv voran. Dieser Trend ist sehr ermutigend", heißt es auf der Website des Bundesentwicklungsministeriums.

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