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Daten-Management
Studie: Sieben Prozent der Adressen in Datenbanken sind falsch

Eine Studie von Deutsche Post direkt zeigt: In manchen Branchen kommt jedes vierte Mailing nicht an. Grund sind erhebliche Fehler in den Adressdatenbanken.

Text: W&V Redaktion

2. April 2019

Fail! Mit den richtigen Adressen könnten Unternehmen sich Ärger und Kosten sparen.
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400.000 Hochzeiten und 900.000 Todesfälle. Dazu kommen jährlich 150.000 Scheidungen, 11.000 neue Straßennamen, 11 Millionen Umzüge und 163 neue Ortsnamen in Deutschland – alles Ereignisse, die zu einer Adress-Änderung führen und Unternehmen, die im Kundendialog auf physische Mailings setzen, das Leben schwermachen. Die „Adressdaten-Qualität“-Studie der Deutschen Post Direkt zeigt: 16,4 Prozent der Kundenadressen von Unternehmen sind veraltet oder falsch, damit ist der Wert gegenüber der letzten Erhebung in 2015 sogar weiter gestiegen und die Qualität der Daten damit schlechter geworden. Größte Fehlerquelle: Unzustellbare Adressen auf Personen- oder Haushaltsebene, das heißt, nicht mehr aktuelle Anschriften ohne Nachsendeauftrag.

Über die besten Adress-Daten kann sich die Bankenbranche freuen, hier sind im Schnitt etwa 7 Prozent der Adressen unzustellbar. Der Versandhandel, für den Dialogmarketing via Print Mailing ein beliebtes Mittel zur Bestandskundenwerbung ist, hat eine Quote von knapp 10 Prozent. Was aber bedeutet, dass jedes zehnte Mailing nicht dort ankommt, wo es ankommen soll. Besonders düster sieht es im Verlagsgewerbe und öffentlichen Sektor aus, wo etwa jede vierte Anschrift fehlerhaft gespeichert ist. Auch falsch geschriebene Namen sind ein Problem. Diese Sendungen kommen zwar an, werden den Empfänger aber nicht gerade erfreuen – ein Imageverlust droht. Zudem ist die Pflege und Aktualisierung der Adressbestände gemäß der DSGVO rechtlich sogar vorgeschrieben, denn personenbezogene Daten müssen korrekt und auf dem neuesten Stand sein.

 „Unzustellbare Adressen sind für Unternehmen ein echtes Problem, weil sie unnötige Kosten verursachen. Im schlimmsten Falle riskieren sie einen Abbruch der Kundenbeziehung“, sagt Petra Weber, Geschäftsführerin Deutsche Post Direkt. Für die Studie wurden Daten aus einer Zufallsstichprobe der von Deutsche Post Direkt bearbeiteten Adressbereinigungsprojekte analysiert.

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