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Größerer Umbau
Telekom ordnet ihr Marketing komplett neu

Die Deutsche Telekom will künftig schneller Produkte entwickeln, die bei Kund:innen ankommen. Dafür verzahnt Vorstandschef Timotheus Höttges die Bereiche Marketing und Produkt.

Text: W&V Redaktion

5. März 2021

Die Telekom ordnet Verantwortlichkeiten im Marketing neu: Michael Hagspihl, André Almeida, Jonathan Abrahamson, Rodrigo Diehl (im Uhrzeigersinn).
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Die Deutsche Telekom ordnet zum 1. Mai die Verantwortlichkeiten im Marketing neu, weil das Unternehmen seine Produktentwicklung beschleunigen will.

Michael Hagspihl, bislang Geschäftsführer Privatkunden in Deutschland, ist künftig Bereichsleiter "Global Strategic Projects and Marketing Partnerships". Er berichtet an Timotheus Höttges, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom. Seine Nachfolge tritt André Almeida an, der bislang in Europa für den Privat- und Geschäftskundenbereich des Konzerns tätig war. Für ihn kommt Rodrigo Diehl, derzeit Chef des Telekommunikationsunternehmens Tigo. 

Darüber hinaus erweitert das Unternehmen den Verantwortungsbereich von Jonathan Abrahamson, bislang Bereichsleiter Produktmanagement und Digitalisierung im Europasegment: Zukünftig überimmt er, zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben, die Verantwortung für das Produktmanagement und das Themenfeld "Digitalisierung".

Schneller, effizienter, günstiger

Wie Höttges am Freitag mitteilte, will die Telekom durch die Annäherung zwischen den Bereichen Marketing und Produkt schneller zu Ergebnissen kommen, die die Konsument:innen auch goutieren. Außerdem wird das Unternehmen natürlich Synergien nutzen. Die Neuen bringen Erfahrung aus den wichtigsten Telko-Märkten der Welt ein, den USA, Südamerika, Afrika, Asien und Europa.

Michael Hagspihl wird in dem Zuge auch die Kommunikationsaktivitäten des Konzerns neu aufstellen, Brand Management, Unternehmenskommunikation, Sponsoring, Public Affairs und Kundenkommunikation enger aneinander binden. Was das im Detail zum Beispiel für die Agenturbeziehungen des Konzerns bedeutet, dazu äußert sich die Telekom derzeit nicht. Zu Hagspihls Aufgaben zählt auch das konzernweite strategische Partnermanagement in den Bereichen Content, Sport und Sponsoring. Des Weiteren soll er die transatlantischen Kooperationen der Telekom in Europa und Amerika koordinieren. Außerdem baut Hagspihl die bestehenden Kooperationen mit den europäischen Netzbetreibern aus.

Höttges freut sich über Verstärkung: "Michael und mich verbindet eine langjährige Zusammenarbeit in unterschiedlichen Funktionen. Er verfügt über breite Kompetenz in den Bereichen Marketing und Vertrieb und hat ein gutes Verständnis für die Geschäftsmodelle der digitalen Welt. In den kommenden Jahren stehen eine ganze Reihe wichtiger Transformationsprojekte an, für die es einen erfahrenen und bestens vernetzten Manager braucht."

Vielfalt im Team

Sein Nachfolger André Almeida kam 2017 zur Telekom. Er blickt auf eine zwanzigjährige Erfahrung in der Telekommunikationsindustrie zurück und war in verschiedenen Funktionen bei Portugal Telecom und dem portugiesischen Telekommunikationsunternehmen NOS tätig. Seine Karriere begann bei der Boston Consulting Group. In der neuen Rolle soll Almeida die Glasfaserstrategie der Telekom voranzutreiben, die Marke Magenta weiterentwickeln und die Rolle der Telekom bei 5G ausbauen.

Neu ist Rodrigo Diehl, der Nachfolger von André Almeida. Er betreut künftig den Bereich "Commercial Growth Europe", der die europäischen Privatkundenaktivitäten bündelt. Diehl ist Argentinier mit deutschen Wurzeln und blickt ebenfalls auf eine über 20-jährige berufliche Laufbahn in der Telekommunikations- und Technologiebranche zurück. Seit 2016 ist er für das Telekommunikationsunternehmen Millicom tätig. Davor war er Partner im Telekommunikations-, Medien- und Technologiebereich von McKinsey. Diehl schloss sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität von Buenos Aires ab und besitzt einen MBA der Harvard Business School.

Abschließend erweitert die Telekom den Aufgabenbereich von Jonathan Abrahamson, bisher Bereichsleiter Produktmanagement und Digitalisierung in Europa. Er verantwortet dieses Aufgabenfeld in Zukunft auch für Deutschland. Abrahamson gilt als Vater der "One App", das ist die Kundenapp der europäischen Telekom-Beteiligungen. Derzeit nutzen sie über 60 Prozent der Telekom-Kund:innen. Der Australier war in leitender Position für das australische Telekommunikationsunternehmen Optus tätig, bevor er zu Singtel nach Singapur wechselte. Anschließend arbeitete er für Bharti Airtel in Indien und wechselte 2017 zur Telekom.


Autor: W&V Redaktion

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