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Tourismus-Verband
Touristiker wollen Sommerferien verschieben

Die Corona-Krise hat der Reisebranche massiv geschadet. Jetzt hat sich der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern für eine Verschiebung der Sommerferientermine auf August und September ausgesprochen.

Text: W&V Redaktion

8. April 2020

An Nord- und Ostsee hofft die Branche auf einen schnellen Neustart des Tourismus nach Überwindung der Corona-Krise.
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Der Tourismusverband befürwortet eine einmalige Verschiebung der Sommerferien auf den Spätsommer. Dann seien vermutlich mehr Räume für Ferien- und Freizeitgestaltung wieder freigegeben als im Juni und Juli, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf, der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Bundesländer, deren Ferienbeginn beispielsweise schon im Juni liegt, könnten sich dadurch von der Flaute der ersten Monate des Jahres 2020 erholen.

"Das Ostergeschäft geht gegen Null"

Die Tourismusbranche sei überproportional von der Krise betroffen, sagte Woitendorf. "Das Ostergeschäft geht gegen Null." Eine Verschiebung hätte auch den Vorteil für die Schüler in den Bundesländern mit einem frühen Sommerferientermin, dass mehr Zeit zum Erlernen des verbleibenden Schulstoffs bleibe.

An Nord- und Ostsee hofft die Branche auf einen schnellen Neustart des Tourismus nach Überwindung der Corona-Krise. "Ich glaube, dass wir für die nächsten Jahre vielleicht sogar einen Boom des Inlands-Tourismus und damit auch einen Boom bei uns im Land Schleswig-Holstein erleben können", sagte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) der dpa.

Wiederbelebung des Inlands-Tourismus möglich

"Sicherlich werden wir im Tourismus nicht wieder von Null auf Hundert aufdrehen können", sagte Buchholz. Dies werde davon abhängen, wann größere Ansammlungen aus medizinischer Sicht wieder möglich sind. "Ich bin da aber auch nicht pessimistisch, sondern ich glaube, dass das für den Inlands-Tourismus sehr wohl eine sehr gute Wiederbelebung auch schon in diesem Jahr bedeuten kann." Denn Auslandsreisen würden viele Menschen voraussichtlich erst später wieder antreten.

Buchholz betonte: "Sicherlich ist das der größte Einschnitt seit dem Krieg, den der Tourismus in Schleswig-Holstein erlebt hat." Wann genau die Hotels und Gaststätten wieder öffnen können, sei noch nicht vorhersagbar. "Aber jetzt bereits die gesamte Sommersaison verloren zu geben, das würde ich für übertrieben halten."

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