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Studie
TU Dresden: Timotheus Höttges wirkt am besten

Die Technische Universität Dresden hat untersucht, wie überzeugend und werbewirksam die Auftritte von CEOs der Dax-30-Konzerne bei Hauptversammlungen sind. Telekom-Boss Timotheus Höttges gewinnt.

Text: W&V Redaktion

22. Januar 2019

"Bester Managerauftritt" 2018: Telekom-Chef Timotheus Höttges
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Telekom-Boss Tim Höttges liegt deutlich vor Continental-Chef Elmar Degenhart und Daimler-Lenker Dieter Zetsche. Nebenbei: Unter den Vorstandsprechern ist keine einzige Frau.

Die TU Dresden bewertet Auftritt und Inszenierung als Gesamtleistung der auftretenden Person, des Kommunikationsteams und der Administration. 58 Kriterien fließen in die Untersuchung ein. Dabei geht es um die Faktoren Verständlichkeit, Rhetorik, Unternehmenskommunikation und Inszenierung von insgesamt 22 Unternehmenschefs.

Demnach ist Timotheus Höttges der überzeugendste Auftritt über alle Kategorien hinweg gelungen. Besonders in den Hauptkategorien Rhetorik und Unternehmenskommunikation unterscheidet er sich deutlich von den anderen Vorstandsvorsitzenden. Die Studierenden der TU Dresden loben den "Eindruck einer unmittelbaren Mündlichkeit". Er kommt ohne Pult aus, wählt Direktansprachen und Ankündigungsfragen, erzeugt Spannung durch seine lebendige Sprechweise und Gestik und durch eine abwechslungsreiche Dramaturgie mit Metaphorik und einer Fülle von stilistischen Mitteln. Er entdeckt für die Telekom "ein Meer von Möglichkeiten" und Horizonte, die den roten Faden seines Beitrages ausmachen und den Zuhörerinnen und Zuhörern das Gefühl geben sollen, dass für dieses Unternehmen nichts Wichtiges unmöglich ist. Das Mission-Statement von Telekom zieht sich als Botschaft durch den gesamten Redebeitrag und die Inszenierung passt hervorragend dazu. Höttges kann auf ganzer Linie für sein Unternehmen überzeugen, so die TU Dresden

Continental-Chef Elmar Degenhart belegt in der Gesamtbewertung den zweiten Platz. Er kann insbesondere in der Kategorie Unternehmenskommunikation und Inszenierung punkten.

Den dritten Platz in der Gesamtwertung belegt Daimler-Chef Dieter Zetsche. Er liegt wie Degenhart vor allem in den Kategorien Unternehmenskommunikation und Inszenierung vorn. Bei den Kategorien Rhetorik und Verständlichkeit erzielt er ein überdurchschnittliches Ergebnis.

Die weiteren vorderen Plätze in der Gesamtbewertung gehen an BASF-Chef Kurt Bock, Lufthansa-Chef Carsten Spohr, den Vorjahressieger Bill McDermott (SAP), Fresenius-Medical-Chef Powell und Fresenius-Chef Stephan Sturm. Als sehr verständlich bewerteten die Studierenden insbesondere Stephan Sturm und Kurt Bock. Eine besonders gute Bewertung in der Kategorie Rhetorik erhielt Carsten Spohr.

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