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Kinder-Marketing
Unilever wirbt nicht mehr für Kinder unter 12 Jahren

Der FMCG-Konzern geht in Sachen gesunde Ernährung für Kinder als gutes Beispiel voran. Kinder unter 12 Jahren sollen künftig nicht mehr werblich angesprochen werden. Den Anfang macht Unilever bei Eiscreme.

Text: Anonymous User

13. Februar 2020

Unilever denkt in Sachen Werbung um.
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Unilever will einem Bericht des Marketing-Portals The Drum zufolge künftig keine Werbung mehr für Lebensmittel und Getränke schalten, die sich gezielt an Kinder unter 12 Jahren wendet. Diese Entscheidung basiert auf dem "Responsibility Framework", das der inzwischen ausgeschiedene Marketing-Chef Keith Weed als eine seiner letzten Amtshandlungen definierte.

Dazu zählt, dass das Unternehmen auf globaler, regionaler und lokaler Ebene nur noch mit Online-Publishern und Plattformen kooperiert, die mehr Kontrolle und eine höhere Transparenz darüber bieten, wo die Anzeigen platziert werden. Darüber hinaus investierte Unilever auch in Experimente mit der ethischen Werbe-Plattform Good Loop, die jedes Mal, wenn ein Nutzer einen kompletten Werbe-Clip online sieht, an eine Wohltätigkeitsorganisation spendet.

Die Entscheidung, keine Kinder unter zwölf Jahren mehr werblich anzusprechen, wurde unter der Federführung der neuen Marketing-Chefin Conny Braams getroffen. Sie sieht auch vor, dass der FMCG-Konzern nicht mehr mit Influencern und Stars zusammenarbeitet, die vor allem bei Kindern populär sind. Darüber hinaus sollen auch weniger Cartoon-Charaktere genutzt werden, um die eigenen Produkte zu promoten. 

In-Store-Werbung ist von diesem Schritt explizit nicht betroffen. Allerdings will der Konzern sich auch hier künftig nur auf Produkte beschränken, die ein bestimmtes Ernährungsprofil haben. 

Den Anfang seiner neuen Strategie macht Unilever im Eiscreme-Markt. Hier zählen Magnum und Wall's mit Produkten wie Max, Paddle Pop oder Twister zu den größten Marken. Sie tragen künftig das Logo "Verantwortungsbewusst gemacht für Kinder" auf den Verpackungen, den Preisetiketten am Regal und der POS-Werbung.


Autor: W&V Redaktion

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