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Kampagne gegen Plastik von Füllbar Witten
Unverpacktladen kapert Netto-Werbung

Netto fährt derzeit eine Preiskampagne unter dem Motto "Spar nicht bei ...". Das kontert nun der Unverpacktladen Füllbar mit "Spar bei der Verpackung".

Text: W&V Redaktion

17. April 2019

Die Füllbar Witten nimmt sich die Netto-Kampagne vor. Und ist plötzlich bundesweit im Gespräch.
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Klein gegen Groß, das wirkt meist sympathisch. In der Werbung funktioniert es dann, wenn die Botschaft gut und die Idee kreativ ist. Werbung, die so konzipiert ist, wird schnell zum Gesprächsstoff.

Derzeit macht ein kleiner Laden in Witten von sich reden (u.a. bei Stern, Utopia.de, Jetzt): Die Füllbar hat die aktuelle Preiskampagne des Discounters Netto aufs Korn genommen. Netto hat zahlreiche, teils lustige Ideen im Netz und via Plakat verbreitet, wie Sparen satt danebengehen kann - und inszeniert sein Produktangebot als günstige Alternative in allen Lebenslagen.

Netto zeigt Sparmodelle - und bietet sich als sparsame Lösung an.

Allerdings: Obwohl die Edeka-Tochter Netto sich gleichzeitg momentan als umwelt- und tierfreundlich gibt (Verpackungen aus Graspapier, Kooperation mit dem WWF), zeigen gerade die "Spar nicht bei"-Motive reichlich in Plastik verpackte Produkte. 

Dem setzt nun die Füllbar Witten ihre Version entgegen: "Spar nicht bei Discounter. Spar bei der Verpackung!" Das bringt das Ladenkonzept auf den Punkt, trifft Nettos wunde Stelle - und hängt sich wunderbar an die Reichweite der Netto-Kampagne.

Das Magazin Jetzt zitiert den Füllbar-Mitgründer Max Jordan: "Wir wollten das nutzen und eine eigene Version machen. Weg von 'Kauf billig' hin zu Geh achtsam mit Lebensmitteln um'."

Im Social Web (Instagram, Facebook) erntet die Füllbar viel Lob für ihr Plakat. Die Füllbar Witten ist ein Projekt von neun jüngen Menschen aus der Stadt, die das gemeinsame Ziel von Plastikvermeidung und Nachhaltigkeit verfolgen. Sie verkaufen ihr Sortiment nicht nur im Ladengeschäft, sondern auch Online.

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