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Abonnement-Service
USA: Nike führt Abo-Modell für Kinderschuhe ein

Nach zweijähriger Test-Phase startet der Sportartikler in den USA seinen Abonnement-Service für Kinder namens "Nike Adventure Club". Weitere Services sind in Planung.

Text: W&V Redaktion

13. August 2019

Die Abo-Boxen werden mit den Namen der Kinder bedruckt und enthalten kleine Goodies.
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Kinder zwischen drei und zwölf Jahren brauchen zwei bis vier neue Paar Schuhe pro Jahr. Seit dem US-Launch des Nike Adventure Club am Montag haben Eltern in Zukunft die Möglichkeit, sich regelmäßig mit neuen Schuhen für ihre Heranwachsenden beliefern zu lassen. Die Gebühr, die vierteljährlich, zweimonatlich oder monatlich fällig wird, wird auf den Kaufpreis angerechnet. Etwa 100 Schuhmodelle werden zur Auswahl stehen, darunter auch die Klassiker von Converse.

Der Start des neuen Vertriebsmodells erfolgt genau zum Schulanfang in den USA. Nikes Geschäft mit Kinderschuhen ist im vergangenen Jahr um etwa elf Prozent gewachsen, begründet eine Sprecherin die Aktion, jedoch ohne genaue Umsätze zu nennen. 

Nike sammelte Kunden im Stealth-Modus

Die neue Abonnement-Plattform wurde in den letzten vergangenen zwei Jahren im Stealth-Modus unter dem Decknamen "Easy Kicks" getestet, für die Eltern über Facebook-Ads gezielt angesprochen wurden. So sind bereits ungefähr 10.000 Mitglieder auf Easy Kicks zusammengekommen, mit dessen Hilfe Nike den Adventure Club besser an den Bedürfnissen der Eltern ausrichten konnte.

Kleine Extras und kundenfreundliche Rücksendung

In den Boxen des Nike Adventure Club finden sich außerdem mehr als nur ein paar Schuhe: Jede Box trägt den Namen des Kindes auf der Außenseite und enthält Büchlein, Aufkleber und zusätzliche Geschenke wie kleine Rucksäcke. Sollte die Größe einmal nicht passen, kann die Zusendung eines neuen Paars veranlasst werden, noch bevor die Rücksendung wieder bei Nike eingetroffen ist.

Ausweitung des Modells auf andere Zielgruppen in Planung

Die Firma deutete auch an, dass man eventuell noch weitere Abo-Boxen plane, wie zum Beispiel für Läufer, die in extremen Fällen alle drei Monate neue Schuhe brauchen.

Nike ist jedoch nicht die erste oder einzige Marke, die auf diese Art versucht, Geld zu verdienen. Auch andere Marken wie American Eagle testeten bereits Abonnementmodelle. Walmart bietet in Kooperation mit Kidbox bereits Kisten mit Kinderkleidung an und Amazon hat sein eigenes Boxenprogramm namens Prime Wardrobe. Auch Urban Outfitters setzt mit seinem Abonnement-Service namens Nuuly auf das Modell.

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