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Spielwarenmesse Nürnberg
Vedes-Spielwaren will mehr ins Fernsehen

Während viele Fachgeschäfte über Amazon stöhnen, verhilft das Internet dem Spielwarenhändler-Verbund Vedes zu Wachstum. Jetzt will Vedes wieder mehr Geld in TV-Werbung stecken.

Text: W&V Redaktion

31. Januar 2019

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Online erzielte der Spielwarenverbund Vedes weitaus höhere Wachstumsraten als in den anderen Vertriebslinien. Die Zahlen der Händlergenossenschaft, die in diesem Jahr ihr 115-jähriges Bestehen feiert, sind dabei weitaus besser als der Branchenschnitt (plus zwei Prozent). Im Fachhandel hat der Spielwaren-Großhändler nach vorläufigen Zahlen um 3,1 Prozent auf 122 Millionen Euro zugelegt, im Online-Handel um 8,4 Prozent. Das Jahresergebnis vor Steuern sei um 3,1 Prozent auf eine halbe Million Euro gewachsen.

Dabei profitiert Vedes nach eigenen Angaben von einer stärkeren Verzahnung von stationärem und Online-Handel. Dies habe sich gelohnt, sagte Vedes-Chef Thomas Märtz in Nürnberg während der Spielwarenmesse. Und damit soll es auch weitergehen: "Wir wollen vor allem den Ausbau unserer Omnichannel-Strategie mit Nachdruck weiter vorantreiben." Achim Weniger, im Vedes-Vorstand unter anderem für die Marktbereiche und Logistik/IT verantwortlich, ergänzte : "Unser Erfolgrezept: Wir nutzen die Chancen der neuen Technologien und bedienen alle Vertriebswege, um dem veränderten Konsumverhalten jederzeit und überall gerecht zu werden." Über den Großhandel wird auch die Onlineplattform Amazon bedient, eine Strategie, die sich als vorausschauend erwiesen hat.

Deswegen will Vedes nun auch seine Werbung intensivieren und wieder mehr für TV-Werbung ausgeben. Außerdem steht ein Ausbau der Vertriebskanäle an. "Wir gehen mit positivem Rückenwind ins neue Jahr", sagte Märtz.

Bei der Nürnberger Spielwarenmesse stellen bis Sonntag fast 2900 Aussteller rund eine Million Produkte. Rund 70.000 Fachleute aus aller Welt werden zur 70. Ausgabe des weltweit größten Branchentreffens erwartet.

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