Anzeige

Appell an die Bundesregierung
Verbände wehren sich gegen Shutdown-Verlängerung

Neun führende Wirtschaftsverbände, darunter der Markenverband und der ZAW, argumentieren in einem gemeinsamen Papier gegen die von der Politik beschlossene Verlängerung des Shutdowns bis zum 3. Mai.

Text: W&V Redaktion

15. April 2020

Anzeige

In ersten Meldungen heißt es, dass der Shutdown wegen des Corona-Virus bis zum 3. Mai verlängert werden soll. Dagegen laufen die von der Beschränkung des öffentlichen Lebens besonders betroffenen Verbände der deutschen Wirtschaft Sturm.

In einem gemeinsamen Aufruf appellieren sie an die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten, einen Großteil der Betriebsschließungen nicht erst im Mai aufzuheben. Die neun Verbände repräsentieren mehr als 400 000 Unternehmen mit mehr als sieben Millionen Mitarbeitern. Zu den Unterzeichnern gehören auch der ZAW und der Markenverband.

"Wir brauchen einen schnellen Exit aus dem Shutdown", heißt es in dem Schreiben. "Dabei darf es keine Rolle spielen, ob die Geschäfte groß oder klein sind, entscheidend muss sein, dass sich jedes Unternehmen an die Sicherheits- und Hygienebedingungen hält. Insofern müssen die Öffnungen für Betriebe aller Branchen und Größen gelten, sofern diese die Kriterien erfüllen."

Tatsache ist: Sehr viele Unternehmen werden schon seit Wochen mit Hilfskrediten und Stundungen von Steuern und Sozialabgaben über Wasser gehalten. Aber diese Gelder müssen sie demnächst wieder zurückzahlen. Deshalb, so argumentieren die Verbände, rutschen sie mit jedem weiteren Tag des Shutdowns erst in die Überschuldung und dann in die Insolvenz. Das könne weder den Mitarbeitern zugemutet werden, die dann von Kurzarbeit in Arbeitslosigkeit geraten, noch könne unsere Volkswirtschaft das aushalten.

Als Absender des gemeinsamen Aufrufs treten folgende Verbände auf:


Autor: Rolf Schröter

Rolf interessiert sich prinzipiell für alles Mögliche. Ganz besonders für alles, was mit Design und Auto zu tun hat. Auch wenn er selbst gar kein Auto besitzt.

Anzeige