Anzeige

Pilot Radar KW46
Verzicht auf Urlaubspläne macht Budgets frei

Während die Bevölkerung den neuerlichen Lockdown noch eher gelassen hinnimmt, ändert sich das Konsumverhalten. Die Urlaubsplanung liegt auf Eis, dafür fließt das Geld zunehmend in andere Projekte.  

Text: W&V Redaktion

12. November 2020

Statt im Laden shoppen die Menschen zunehmend Online.
Anzeige

Mit dem aktuellen Lockdown Light geht die Bevölkerung im Lande eher gelassen um, wie die aktuelle Ausgabe des regelmäßig erscheinenden Radars der Agentur Pilot verrät. Die Besorgnis wegen der allgemeinen Unsicherheit hat sich augenscheinlich stabilisiert, die Sorge um die eigene finanzielle Situation ist im Vergleich zum ersten Lockdown nur leicht gewachsen und ist nach 41 Prozent im Frühjahr gegenwärtig für 43 Prozent ein relevanter Aspekt. Weitaus größer ist da schon die Befürchtung, dass sich der gegenwärtige Lockdown Light länger hinziehen könnte als geplant: 72 Prozent der für den Radar befragten 1000 Personen ist nämlich dieser durchaus nahe liegenden Ansicht. Grundsätzlich verursacht der andauernde Ausnahmezustand bei mehr als der Hälfte der befragten Personen persönlichen Stress, wobei die Hauptsorge der Ansteckung eines nahestehenden Menschen gilt. All das hat Auswirkungen auf das Konsumverhalten für die bevorstehenden Weihnachts-Feiertage. So haben sich bei 54 Prozent der befragten Personen die Reispläne zur Weihnachtszeit "stark" (33 Prozent) oder "etwas" (21 Prozent) geändert, was zusammen mit dem Rückzug in die heimischen vier Wände direkte Auswirkungen auf die Mediennutzung, das Freizeitverhalten und das Weihnachtsgeschäft hat. 

Awareness-Level stabilisieren   

Der Pilot Radar sieht Streaming-Angebote und die stetig wachsende Bedeutung von Online-Aktivitäten als Gewinner der Corona-Krise. Darüber hinaus ist das Interesse an sozialen Kontakten via Telefon oder E-Mail ebenso gewachsen wie das an Tätigkeiten wie Backen oder Lesen. Auch das Onlineshopping rückt mehr und mehr in den Fokus. Zwar sagt der Radar nicht eindeutig, wie sich all das auf das Weihnachtsgeschäft auswirken wird, aber es wird vermutet, dass vor allem die Sparmaßnahmen bei den Reiseplänen direkte Auswirkungen auf die Investitionen in Weihnachtsgeschenke haben könnten. Diese werden zunehmend Online gekauft und für den stationären Handel sei es, so der Radar, höchste Zeit, mit der Entwicklung einer konsequenten Multi-Channel-Strategie auf diesen Trend zu reagieren. Chris Schneider, Director Strategy bei Pilot: "Wir befinden uns auf der Zielgeraden des ersten Corona-Jahres mit vielen Herausforderungen – mit Blick auf das kommende Weihnachtsgeschäft heißt die Parole: Durchhalten!" Durch den zu erwartenden Impfstoff und eine nahende Konjunkturerholung sollten Marken ihr Awareness-Level zudem gerade jetzt stabilisieren und ihre Strategien konsistent fortsetzen. Schneider: "Es wäre fatal, sich nun aus der Ruhe bringen zu lassen und womöglich sogar Etats einzufrieren." Die gegenwärtigen Corona-Maßnahmen empfinden 38 Prozent der befragten Personen übrigens als "genau richtig" und 30 Prozent hätten sich gern strenger. 24 Prozent halten sie für "übertrieben" und weitere acht Prozent für "viel zu übertrieben".

  

Anzeige