Anzeige

LinkedIn-Studie
Vier Marketing-Trends im New Normal

Die Coronakrise führt dazu, dass die Marketingabteilungen künftig mehr Arbeitsbereiche inhouse abbilden wollen. Ganz oben auf ihrer Rangliste: Eventplanung, Mediaeinkauf und Social-Media-Strategie.

Text: W&V Redaktion

16. Juli 2020

Anzeige

Nach der großen Unsicherheit während der Covid-19-Pandemie scheint die Welt im "New Normal" angekommen zu sein. Die meisten Marketingverantwortlichen blicken optimistisch in die Zukunft. Doch einiges wird sich ändern. Die Bereiche Search, Video und Paid Social gewinnen an Bedeutung, Ad-Buying und Social-Media-Strategie wandern inhouse, der Anspruch an Ad-Plattformen wandelt sich und im Content-Marketing schlagen Marketer nun rationalere Töne an. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Umfrage des Karrierenetzwerks LinkedIn unter 300 Marketing-Entscheidern aus Deutschland.

Die vier Trends im "New Normal"

1. Search, Video und Paid Social im Fokus

In drei Bereiche wollen Marketer künftig mehr investieren: in Search (z.B. Google, Amazon oder Ebay), in Online-Video und in Paid Social. Wenig verändert sehen sie dagegen die Bereiche Online-Display, Webinare, Account-basiertes Marketing und TV-Werbung. Gespart wird künftig bei Events und Messen sowie im Out-of-Home-Bereich. Als Gründe für die Einsparungen nennen die Marketingverantwortlichen vor allem fehlende Live-Events, mangelnde Leads und Sales sowie fehlendes Personal, um beispielsweise OOH-Kampagnen und -Aktionen durchzuführen.

2. Ad-Buy und Social Media wandern inhouse

Um weiter zu sparen und effektiver zu werden, planen viele Marketing-Entscheider, mehrere Bereiche künftig inhouse abzudecken. Zudem sollen neue Technologien helfen, durch Automatisierung Kosten einzusparen. Die Top-Drei-Bereiche, die künftig im Unternehmen selbst durchgeführt werden sollen, sind:

  • Event-Planung
  • Taditionelles Ad-Buying
  • Social-Media-Strategie

Vor allem im B2B-Bereich wollen Entscheider die Eventplanung künftig selbst übernehmen (60 Prozent B2B, 45 Prozent B2C). Die Kosten für Suchmaschinen-Werbung wollen sie durch den Einsatz von Technologie senken. Im B2C-Bereich fokussieren sich die Marketer auf eine eigene Social-Media-Strategie sowie auf eine verbesserte Talentakquise.

3. Ad-Plattformen: Virtuell wird Must-Have

62 Prozent der befragten Marketer zeigen sich zufrieden mit der Effektivität virtueller Events. Daher überrascht es nicht, dass auf Platz eins der Anforderungen an Ad-Plattformen in Zukunft die Möglichkeit steht, virtuelle Events zu hosten, Live-Streams aufzusetzen und Analytics dazu nutzen zu können. Das sagen 55 Prozent der Marketer. Außerdem wünschen sie sich eine bessere Automatisierung der Kampagnen-Setups sowie der Performance (53 Prozent) sowie ein besseres Targeting (51 Prozent).

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

4. Content Marketing: Mehr Fakten, weniger Push

40 Prozent der Marketer richten ihren Content im Zuge der Corona-Krise mehr auf ihre Produkte aus und setzen auf einen rationaleren Ton. 35 Prozent dagegen fokussieren sich mehr auf den Menschen und werden emotionaler in der Ansprache. Der erste Ansatz findet sich eher im B2B-Marketing wieder, der zweite eher im B2C. Im Consumer-Bereich ist auch der Anteil der Marketer höher, die bei der Content-Produktion pausieren (18 Prozent) oder sie unverändert lassen (14 Prozent).

Bei der Content-Strategie zeigt sich, dass Marketer in Zeiten der (Corona-)Informationsflut eher auf leiseren Sohlen gehen. Sie setzen auf Pull statt Push: Im Fokus stehen Owned-Social-Kanäle (Blog, Organic Engagement) sowie die Arbeit am Selbstbild – mit verbesserter Unternehmensvision und Strategie. Den Fuß vom Gas nehmen sie dagegen beim direkten Customer Outreach (E-Mails, Newsletter) sowie bei Interviews mit Führungskräften. In etwa gleich bleiben die Anstrengungen in den Bereichen CSR und Thought-Leadership.


Autor: W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.

Anzeige