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Absatz
Volkswagen: Legal, Dieselskandal, irgendwie dann doch egal

#dieselgate ist immer noch ein Fall die Justiz und für die Medien, aber die Kunden scheint es nicht zu stören. Volkswagen verkauft so viele Autos wie noch nie.

Text: W&V Redaktion

17. Januar 2018

Pferde-Spot von Grabarz für Volkswagen: Der Markt vergisst schnell und VW hat die Krisenkommunikation abgehakt.
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Die Diesel-Affäre hin, Imagekrise her: Volkswagen meldet für 2017 einen weiteren Absatzrekord. 10,74 Millionen Fahrzeuge konnte der Konzern weltweit absetzen - 4,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vorstandschef Matthias Müller sprach von einer "starken Teamleistung aller Konzernmarken und -mitarbeiter".

Nicht mehr zum Team gehört der VW-Manager Oliver Schmidt, der wegen Abgasmanipulationen seines Arbeitgebers in den USA zu einer siebenjährigen Gefängnisstrafe verurteilt und anschließend gekündigt wurde. Im sensiblen US-Markt reicht es trotzdem noch für ein Absatzplutz von vier Prozent.

Der globale Absatz verteilte sich 2017 sich auf folgende Marken (gerundet):

VW 6,2 Millionen

Audi 1,9 Millionen

Skoda 1,2 Millionen

Seat 0,46 Millionen

Porsche 0,24 Millionen

In Deutschland legte der Konzern zuletzt überproportional zu. 97.5000 Fahrzeuge wurden im Dezember ausgeliefert, das entspricht einem Plus von fünf Prozent. Eine mögliche Erklärung ist der deutlich erhöhte Werbedruck der Wolfsburger. Laut Nieslen-Statistik erhöhte Volkswagen 2017 allein die Spendings für klassische und digitale Werbung um fast ein Drittel auf 373,4 Mio Euro. Content Marketing, Social Media und Online-Bewegtbild sind in der Rechnung nicht enthalten.

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