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Neustart
Volkswagen will mit einer US-Kampagne den Dieselskandal hinter sich lassen

Volkswagen zieht mit seiner aktuellen "Rebirth"-Kampagne emotional alle Register und will mithilfe von Simon & Garfunkel den Dieselskandal vergessen machen.

Text: Anonymous User

6. Juni 2019

Volkswagen tut Buße.
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Der weltweit größte Fahrzeughersteller Volkswagen ist bereits seit 2015 auf Entschuldigungs-Tournee. Erst ging es um illegale Software, die die Abgaswerte von Dieselfahrzeugen manipulierten. Im vergangenen März musste sich CEO Herbert Diess für einen missglückten LinkedIn-Post entschuldigen, der an den Nazi-Slogan "Arbeit macht frei" erinnerte.

Jetzt zündet der Konzern mit seiner neuen Imagekampagne "Rebirth" in den USA die nächste Stufe des Zu-Kreuze-Kriechens. "Es ging uns nicht um Entschuldigungen", erklärt der neue US-Chef von Volkswagen, Scott Keogh die Strategie dahinter. "Das haben wir hinter uns. Hier geht es um eine Neubewertung unserer Marke, unseres Unternehmens und wie wir in die Zukunft gehen wollen."

In den Print- und Video-Anzeigen, die ab sofort in den USA zu sehen sind, spielt Volkswagen einmal kurz die skandalträchtige Vergangenheit an, bevor der Fokus dann auf die kommende Linie an E-Fahrzeugen und andere Projekte. So klingen in dem 105-Sekünder "Hello Light - ID. BUZZ" zunächst Ausschnitte aus Medienberichten zum Dieselskandal an, bevor es ganz schwarz und ganz still wird. Anschließend hört man einen Mitarbeiter tief aufseufzen, der in einem dunklen Raum sitzt und Skizzen auf ein weißes Blatt Papier malt. Es folgt das Blitzen von Schweißgeräten und als Resultat des Ganzen fährt aus dem Dunkel ein leuchtender elektronischer Minivan, der "Volkswagen I.D. Buzz", der 2022 in Serie gehen soll heraus - begleitet von der Botschaft: "In the darkness we found the light."

Verantwortlich für die Kampagne zeichnet Johannes Leonardo, die auch Adidas und Google zu ihren Kunden zählt. Die Commercial sollen einige Wochen laufen, anschließend ist eine Reihe von Anzeigen geplant. Auch die sollen Volkswagen - nach dem Dieselskandal - als umweltbewusstes Unternehmen inszenieren.

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